Depressionsbehandlung

Was Ärzte wollen, was Patienten wollen

Köln - 20.07.2013, 10:00 Uhr


Das Therapieziel des Patienten und das des behandelnden Arztes sollten übereinstimmen. Klingt selbstverständlich. Ist es aber nicht, wie eine aktuelle Erhebung des IQWiG zeigt.

Dazu wurden strukturierte Interviews mit zwölf an einer Depression erkrankten Patienten und mit sieben Ärzten geführt. Sie sollten in zwei getrennten Gruppen einordnen, wie wichtig ihnen die folgenden Behandlungsendpunkte und -ziele sind: Remission, Ansprechen auf die Therapie, Vermeidung eines Rückfalls, Verbesserung der sozialen Funktionsfähigkeit und der kognitiven Funktionsfähigkeit, Verringerung von Angst und Schmerz, Vermeidung von Suiziden, von sexuellen Funktionsstörungen und von sonstigen schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen.

Die Patienten sehen als wichtigstes Ziel der Behandlung einer akuten depressiven Episode mit Antidepressiva ein möglichst schnelles Ansprechen und eine Besserung des eigenen Zustands, dann die Verbesserung der kognitiven Funktionsfähigkeit und die Verringerung von Angst. Für die Ärzte standen vor allem die Remission und das Vermeiden eines Rückfalls im Vordergrund, gefolgt von einer Verbesserung der sozialen Funktionsfähigkeit. Weniger wichtig waren beiden Gruppen die Verringerung von Schmerz, die Nebenwirkungen, das Vermeiden von sexuellen Funktionsstörungen und Suiziden.

Quelle: IQWiG


Dr. Bettina Hellwig


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