Maligne Tumoren

Krebs im Kindesalter führt auch später zu Beschwerden

21.06.2013, 09:59 Uhr


Nach einer überstandenen Krebserkrankung in der Kindheit kommt es im Erwachsenenalter überdurchschnittlich häufig zu chronischen Beschwerden.

US-amerikanische Forscher hatten 1713 Überlebende verschiedener Krebsarten im Kindesalter im Alter von 18 bis 60 Jahren in den Jahren 2007 bis 2012 untersucht, unter anderem Patienten mit Leukämie oder Hirntumoren. Durchschnittlich lag die Krebserkrankung bei den Teilnehmern 25 Jahre zurück.

98 Prozent der Untersuchten hatten mindestens ein chronisches Gesundheitsproblem. Dazu gehörten eine neue Krebserkrankung (Brustkrebs: 41%), Herzerkrankungen (56%), Störungen der Lungenfunktion (65%), Schwerhörigkeit (62%), hormonelle oder reproduktive Probleme (62%) sowie Probleme mit Gedächtnis und Erinnerung (48%). 13 Prozent hatten eine gestörte Leberfunktion, zehn Prozent Osteoporose und fünf Prozent Nierenbeschwerden.

Alle Erkrankungen traten mit zunehmendem Alter häufiger auf. 80 Prozent der älteren Teilnehmer (ab einem Alter von 45) hatten ernsthafte Krankheiten, die teilweise lebensbedrohlich waren.

Überlebende einer Krebserkrankung im Kindesalter sollten daher später besonders gesund leben, so die Forscher. Dazu gehört der Verzicht auf Zigaretten, eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung.

Literatur: Hudson, M. M., et al.: Clinical Ascertainment of Health Outcomes Among Adults Treated for Childhood Cancer. JAMA 2013;309(22):2371-2381; Online: doi:10.1001/jama.2013.6296.


Dr. Bettina Hellwig


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