Auf der ABDA-Klausurtagung präsentiert

Vorschläge für eine Sympathiekampagne

Berlin - 09.04.2013, 12:30 Uhr


Eine kleine aktive Gruppe von Apothekerinnen durfte auf der ABDA-Klausurtagung Mitte Februar ihre Vorschläge präsentieren, wie sie sich vorstellen, in der Öffentlichkeit stärker auf die Apotheke vor Ort und ihre Beratungsleistung hinzuweisen. Die Plakatentwürfe, die man sich auch als Zeitungsanzeigen vorstellen kann, soll eine Art Sympathiekampagne für die Apotheke vor Ort sein. Die Entwürfe stießen im ABDA-Gremium auf eine positive Resonanz, wie Apothekerin Gabriela Aures berichtete.

Die drei Apothekerinnen (Gabriela Aures, Ann-Katrin Kossendey, Christiane Patzelt) und der Ehemann einer Apothekerin, Rolf Lachenmaier, hatten Zeit und Geld investiert, um Plakatentwürfe zu erstellen für eine Sympathiekampagne für die Apotheke. Sie nahmen ihre Entwürfe, reisten nach Berlin zur ABDA-Klausurtagung (19. bis 21. Februar im Apothekerhaus) – und durften sie dort vor dem versammelten ABDA-Gremium präsentieren. Nach Auskunft von Frau Aures stießen die Entwürfe bei den Kammer- und Verbandsvorsitzenden auf Gefallen.

Die Gruppe ist sich bewusst, dass an der Gestaltung der Entwürfe noch ein wenig gefeilt werden kann, aber als Anregung für eine mögliche Sympathiekampagne dürften sie genügen. Absicht war, mit diesen Motiven ein eher junges, netzaffines Publikum anzusprechen und bei diesem für die Apotheke vor Ort, für die Beratungsleistung zu werben. 

Die ABDA wollte, so hieß es, die Entwürfe aufgreifen und gegebenenfalls eine Kampagne daraus entwickeln. Bis heute allerdings, so Frau Aures, sei nichts passiert.

Hier einige der Entwürfe.

 

Der Text: "Frauen können nicht parken! Apotheker haben einen Bart und sind alt! Schon mal über Vorurteile geärgert? Jung, unkompliziert und immer vor Ort - die deutschen Apotheker/innen"

Der Text: "45 Minuten Beratung in der Parfümerie.
20 Minuten Beratung mit dem Barkeeper.
Mal schnell im Internet bestellt? 
Warum verzichten Sie bei Ihrer Gesundheit auf kompetente Beratung vor Ort?" 

Der Text: "Manche Fälschungen erkennt man sofort...., andere nicht! Vertrauen Sie den Experten vor Ort - die deutschen Apotheker/innen"

 Der Text unter diesem Plakat: "Erwarten Sie keine Wunder - das überlassen wir der Werbung! Wir stehen für kompetente Beratung: die deutschen Apotheker/innen"

Apotheken-Vorurteile entkräftet

Neben solchen Entwürfen für eine Apotheken-Sympathiekampagne stellte Apothekerin Ann-Katrin Kossendey auf der ABDA-Klausurtagung ein kleines Buch vor, das ihr Bruder unter ihrer fachlichen Beratung geschrieben hat. Titel: „Beliebte Vorurteile gegen Apotheken intelligent entkräftet". Geplant ist, es in der Reihe der „60-Minuten-Books“ erscheinen zu lassen (www.60-min-books.de). Zehn typische Vorurteile wie "Apotheken sind Goldgruben", "Apothekerpreise", "Schubladenzieher" etc. werden charmant, augenzwinkernd und intelligent entkräftet, wie Frau Kossendey verriet. Sie präsentierte es vor dem ABDA-Gremium, überreichte dem ABDA-Vorstand einige Vorabexemplare, „aber wie immer passierte nichts“. Frau Kossendey fände es schade, wenn man dieses Büchlein, das sich gut als öffentlichkeitswirksames Instrument einsetzen ließe, der Industrie anbieten müsste, um es zu vermarkten. Apothekerin Kossendey: „Wenn man den Druck bezahlt (ca. 2 – 3 Euro pro Buch je nach Auflage), hat man im ersten Jahr die Exklusivrechte, danach geht das Buch in den Buchhandel, was ja zwecks Verbreitung ideal wäre. Ein tolles Geschenk für Ärzte vor Ort, für Kunden… In der Industrie finden sich schnell Sponsoren...“ „Aber warum dieses Marketinginstrument der Industrie überlassen?", fragt sie. 


Peter Ditzel


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