Gesundheitsziele

Gesund älter werden mit Unterstützung der Apotheke

Berlin - 28.03.2013, 14:29 Uhr


Das Bundesgesundheitsministerium hat die Gesundheitsziele im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung diese Woche im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Nunmehr sind es sieben Ziele, die jeweils in weitere exemplarische Teilziele untergliedert sind. Auch Apothekerinnen und Apotheker sind für einige der Maßnahmen als Adressaten genannt.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte bereits 2005 folgende Gesundheitsziele ausgegeben:

1.  Diabetes mellitus Typ 2: Erkrankungsrisiko senken, Erkrankte früh erkennen und behandeln

2.  Brustkrebs: Mortalität vermindern, Lebensqualität erhöhen

3.  Tabakkonsum reduzieren

4.  Gesund aufwachsen: Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung

5.  Gesundheitliche Kompetenz erhöhen, Patientensouveränität stärken.

„Die Bestimmung von Gesundheitszielen ergänzt die bestehenden Instrumente der Gesundheitspolitik und soll zur Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung beitragen“, heißt es in der Bekanntmachung. Um die gesundheitlichen Prävention zu stärken, wurden vom Kooperationsverbund „gesundheitsziele.de“ nunmehr weitere Ziele, Teilziele und Maßnahmen entwickelt, „an denen sich die gesundheitspolitischen Akteure orientieren und diese selbstverpflichtend umsetzen sollen“.

Die überarbeiteten und neuen Ziele lauten:

4.  Gesund aufwachsen: Lebenskompetenz, Bewegung, Ernährung

5.  Gesundheitliche Kompetenz erhöhen, Patient(inn)ensouveränität stärken

6.  Depressive Erkrankungen: verhindern, früh erkennen, nachhaltig behandeln

7.  Gesund älter werden

Die Bekanntmachung des Ministeriums umfasst auch eine Übersicht zu exemplarischen Teilzielen, beispielhaft geeigneten Maßnahmen, Zielgruppen, Kooperationspartnern und Zuständigkeiten. Apothekerinnen und Apotheker – die im jüngst beschlossenen Entwurf für das Präventionsgesetz nicht namentlich erwähnt sind – werden hier direkt angesprochen. Und zwar im Rahmen des Ziels „Gesund älter werden“. So sollen sie sich etwa in Sachen Zahngesundheit für Ältere sowie Demenzerkrankungen fortbilden. Auch beim Teilziel „Ältere Menschen sind bei Krankheit medizinisch, psychosozial und pflegerisch gut versorgt“, sind die Apothekerkammern als Adressaten aufgeführt. Das gleiche gilt für das Teilziel „Unterschiedliche Gesundheitsberufe arbeiten patientenorientiert und koordiniert zusammen“. Als mögliche Maßnahme wird für letzteren Punkt die Erprobung und Umsetzung von Modellen der Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Apothekern genannt. Auch sollten Apotheker stärker in die Arzneimitteltherapie – insbesondere Polypharmakologie – einbezogen werden, etwa in Arztpraxen und Pflegeheimen.


Kirsten Sucker-Sket


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