Bayer HealthCare

Grünes Licht für Langzeit-Verhütungsmittel

Berlin - 05.12.2012, 11:33 Uhr


Bayer darf sein neues Langzeit-Verhütungsmittel „Jaydess“ künftig in der Europäischen Union vermarkten. Wie der Pharmahersteller mitteilt, wurde das europäische Zulassungsverfahren erfolgreich abgeschlossen. Schweden fungierte im Rahmen des dezentralen Zulassungsprozesses als Referenzland – die übrigen EU-Mitgliedsstaaten sollen in den kommenden Monaten die Zulassungen erteilen.

Das niedrigdosierte Levonorgestrel-freisetzende Intrauterinsystem (IUS) wird in der Gebärmutter zur Schwangerschaftsverhütung von bis zu drei Jahren eingesetzt. Es besteht aus einem kleinen flexiblen T-förmigen Plastikkörper, der 28x30 mm groß ist und kontinuierlich nur eine geringe Dosis Levonorgestrel in der Gebärmutter freisetzt. So gelangen nur kleine Mengen davon ins Blut. Es wurde vor allem für Frauen entwickelt, die an einer bequemen Langzeitverhütungsmethode mit geringer Hormondosis interessiert sind.

Für den Pharmakonzern läuft es gut: In der vergangenen Woche verkündete er, die EU-Kommission habe das Augenmedikament Eylea® (Aflibercept) zur Behandlung der feuchten altersbedingten Makula-Degeneration (feuchte AMD) zugelassen. Und kurz zuvor erhielt Bayer die erweiterte EU-Zulassung für seinen Gerinnungshemmer Xarelto® (Rivaroxaban) – nun auch zugelassen zur Behandlung von Lungenembolien und zur Prävention erneut auftretender tiefer Venenthrombosen und Lungenembolien bei erwachsenen Patienten.

Nur im Bereich Ausbau der Gesundheitssparte ging es nicht so voran wie geplant. Nachdem Bayer zunächst ein milliardenschweres Angebot für den US-Vitaminanbieter Schiff Nutrition gemacht hatte, wurde das Chemie- und Pharmaunternehmen vom britischen Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser überboten. Auf einen Bieterkampf wollte man sich seitens Bayer jedoch nicht einlassen. Es folgte die Ankündigung, man werde auch weiterhin organisch und durch ergänzende Zukäufe wachsen.

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Juliane Ziegler