Gesundheitskalender für Politiker

Jedes Kalenderblatt eine Apothekenleistung

Düsseldorf - 13.11.2012, 15:52 Uhr


Die deutschen Apotheker haben kreative Ideen, wie sie ihren Unmut über die geplante spärliche Honorarerhöhung deutlich machen können: Apothekerverband und Apothekerkammer Nordrhein haben den „etwas anderen Gesundheitskalender 2013“ entworfen.

Mit dem Appell, die Apotheken leistungsrecht zu vergüten, wenden sich Kammer und Verband an Landes- und Bundespolitiker. Der Kalender soll den politischen Entscheidungsträgern die Leistungen der Apotheken für das Gesundheitswesen im Interesse der Patienten nochmals anschaulich vor Augen führen.

In dem gemeinsamen Schreiben von Kammerpräsident Lutz Engelen und dem Verbandsvorsitzenden Thomas Preis kündigen die beiden an, sich so lange für eine angemessene Vergütung einzusetzen, „bis eine Vergütungsgerechtigkeit für die Apotheken hergestellt ist, die dem seit Jahren stetig gestiegenen Leistungsumfang, bürokratischen Aufwand und den Kostensteigerungen in angemessener Weise Rechnung trägt“. Denn nur wirtschaftlich stabile Apotheken könnten ein flächendeckendes Netzwerk bilden, das den Bürgern rund um die Uhr wohnortnah zur Verfügung stehe.

Engelen und Preis weisen außerdem auf „signifikant hohe Anzahl an Apothekenschließungen“ hin: Es sei „nachweisliche Realität“, dass immer mehr Apotheken gerade auch aufgrund wirtschaftlicher Probleme schließen müssten. Diese Entwicklung reiße immer mehr Lücken in das regionale Versorgungsnetz, was sich aktuell bei der Erstellung der Nacht- und Notdienstversorgungspläne für 2013 zeige. Dieses Problem dürfe jedoch nicht unterschätzt werden – gerade wegen der immensen pflege- und gesundheitspolitischen Anforderungen einer älter werdenden Gesellschaft.

Die Apothekerkammer Nordrhein verschickte im August bereits ein „Medikament“ namens „ÜberlegFix“ an alle Landtagsabgeordneten in Nordrhein-Westfalen sowie die nordrhein-westfälischen Bundestagsabgeordneten. Das Anwendungsgebiet: „Vorbeugung beginnender Vorurteile gegenüber der Honorierung von Apothekenleistungen“. Die Packung enthält neben Traubenzucker einen Beipackzettel mit Argumenten für eine gerechtere Honoraranpassung.


Juliane Ziegler


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