Arbeitskreis 2

Kritik an Zeitverschwendung – Kommunikation verbessern

12.10.2012, 16:42 Uhr


Großen Beifall erhielt die Äußerung eines Delegierten im Anschluss an den Arbeitskreis Zwei – Der Apotheker als Patientenberater in der Kommunikationsgesellschaft, dieser sei angesichts der Masse an Anträgen eine Zeitverschwendung gewesen.

Zuvor diskutierte das Podium, welche Auswirkungen das veränderte Kommunikations- und Mediennutzungsverhalten der Patienten auf die Arbeit der Apotheke hat. Dabei fanden die Kommunikationswissenschaftlerin Dr. Constanze Rossmann, der Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft der Patientenstellen und -Initiativen, Gregor Bornes, die Erftstadter Apothekerin Jutta Doebel und die ABDA-Vorstandsmitglieder Friedemann Schmidt und Dr. Christiane Eckert-Lill aber keine gemeinsame Linie.

Risiken und Potenziale
Rossmann betonte, dass das Internet als Informationsquelle für Gesundheitsinformationen immer wichtiger werde. Besonderes Augenmerk müsse darauf gelegt werden, dass im Internet persönliche Meinungsäußerungen oft mehr Resonanz finden als Expertenwissen. Im Internet würden besonders extreme Meinungen, sehr oft auch extrem negative, geäußert. Apothekerin Doebel sah gerade darin, wie auch in den durch die Informationsflut verunsicherten Patienten, eine große Chance für die Apotheker, ihre Kompetenz zu zeigen. Dafür bräuchten die Apotheker mehr Ausbildung in Kommunikation, um diese Herausforderung besser meistern zu können. Deshalb müsse schon im Studium mehr Platz geschaffen werden, solche Kommunikationstechniken zu erlernen.

Anschließend sprach sich die Hauptversammlung gegen werblich geprägte Informationen über Nutzen und Risiken verschreibungspflichtiger Arzneimittel aus. Die Apothekerschaft unterstütze alle Bemühungen, eine Verbesserung der Arzneimittelinformation unabhängig von den Herstellern zu erreichen. Auch der Antrag der Apothekerkammer Berlin, die Ausbildung im Kommunikationsbereich auszubauen, wurde angenommen. Dies stärke den Apotheker als zentralen Ansprechpartner in allen gesundheitlichen Fragen.


Dr. Benjamin Wessinger