Protest in Brandenburg

Landesapotheker ziehen positive Bilanz

Potsdam - 27.09.2012, 14:38 Uhr


Die große Beteiligung der Brandenburger Apotheker an den gestrigen Protestaktionen hat nach Ansicht des Apothekerverbandes Brandenburg gezeigt, „wie groß die Enttäuschung und der Unmut über die zugestandene Honorierung von 25 Cent plus pro Rx-Packung sind.“ Als Erfolg wertet der Verband zudem die Resonanz der eingeschränkten Arzneimittelversorgung in den Medien.

„Mit unserer gestrigen Protestaktion haben wir eine enorme öffentliche Aufmerksamkeit für unsere berechtigten Anliegen erreicht," so Olaf Behrendt, AVB-Vorstandsmitglied. „Sowohl Printmedien und Onlinemedien, als auch Rundfunk und Fernsehen haben lokal, landes- und sogar bundesweit über die Schließung der brandenburgischen Apotheken berichtet und unsere Forderungen in zumeist sachlicher Weise dargestellt. Durch die Geschlossenheit der Apothekerinnen und Apotheker im Land Brandenburg hatten wir zahlreiche Gelegenheiten, die Inhalte unserer Forderung nach einer leistungsgerechten Honorierung vielfältig zu thematisieren. Die große Beteiligung der Kolleginnen und Kollegen an diesem Protest haben unseren Argumenten Glaubwürdigkeit und Nachhaltigkeit verliehen."

Es sei erfreulich, dass die meisten Reaktionen auf diesen Protest so positiv ausgefallen seien. Viel Verständnis und Wohlwollen für das Anliegen der Apotheker sei den Kommentaren der meisten Patienten zu entnehmen gewesen. Auch die Landespolitik habe erste Signale der Gesprächsbereitschaft zu erkennen gegeben. Mit Sicherheit werden auch die Krankenkassen das geschlossene Auftreten der brandenburgischen Apotheker wahrgenommen haben. „Unsere Entschlossenheit hat gezeigt, wie ernst es uns mit unseren Forderungen ist. Der Verbandsvorstand fühlt sich durch unser geschlossenes Auftreten darin bestärkt, auf Landesebene und auch in den Gremien der ABDA nachdrücklich unsere Forderungen zu vertreten," sagt Dr. Andrea Lorenz, Vorsitzende des Apothekerverbandes Brandenburg.


Lothar Klein


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