Grippeimpfstoffe

Stammanpassungen von Begripal und Fluad sind da

Berlin - 19.09.2012, 11:05 Uhr


Der Freigabeprozess für den Grippe-Impfstoff Begripal (Novartis Vaccines Vertriebs GmbH) beim Paul Ehrlich Institut (PEI) läuft. Wie der Webseite des Instituts zu entnehmen ist, ist die angepasste Stammzusammensetzung bereits genehmigt. Bei Novartis geht man daher davon aus, die getroffenen „Vereinbarungen einhalten zu können“.

„Wir erwarten in Kürze die saisonalen Zulassungen der Behörden“, so ein Novartis-Sprecher gegenüber DAZ.online. Allerdings könne er keine pauschale Antwort auf die Frage nach den Auslieferungsdaten in den einzelnen Bundesländern geben. Dies sei „aufgrund der komplexen Logistik leider nicht möglich“. Das Unternehmen habe seine Kunden aber in den letzten Tagen individuell zu den für sie jeweils gültigen aktuellen, neuen Lieferdaten angeschrieben.

Influenza-Impfstoffe besitzen die Besonderheit, dass ihre Stammzusammensetzung jedes Jahr an die aktuelle epidemiologische Situation angepasst werden muss. Dies ist laut PEI nun sowohl für die Novartis-Produkte Begripal als auch Fluad geschehen. Diese Anpassung ist diese Woche vom PEI in einem Verfahren zur Änderung der Zulassung geprüft und genehmigt worden. Nunmehr kann die chargenweise Freigabe der Impfstoffe erfolgen – dann kann die Auslieferung an den den Großhandel und die Apotheken beginnen.

Novartis hatte für die Versorgung in Hamburg und Schleswig Holstein zugesagt, ab dem 24. September liefern zu können. Zwar nicht Begripal – den Impfstoff, mit dem das Unternehmen die Ausschreibung gewonnen hatte – aber Fluad und Optaflu. Allerdings: Optaflu befindet sich in Gegensatz zu Begripal und Fluad nicht auf der Liste der Influenza-Impfstoffe, für die das PEI die Änderungen für die Saison 2012/2013 bereits genehmigt hat (Stand 19.09.2012). Insofern ist noch immer unklar, welche Impfstoffe nächste Woche tatsächlich geliefert werden.

Der Marburger Impstoffhersteller ist auf jeden Fall zuversichtlich: „Für Novartis hat die Versorgung der Bevölkerung mit lebensschützenden Impfstoff höchste Priorität. Dazu arbeiten wir eng mit den jeweiligen Zulassungsbehörden zusammen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten“.


Kirsten Sucker-Sket


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