LAV Niedersachsen

„Protestformen ohne Streikcharakter“

Hannover - 10.09.2012, 14:03 Uhr


„Unser Ziel ist es, gemeinsam mit der Apothekerkammer Niedersachsen die Landesregierung in ihren Forderungen für die Apothekerschaft gegenüber der Bundesregierung zu unterstützen. Streikähnliche Protestformen, unter denen die Versorgung der Patienten leidet, können hierfür nicht das richtige Mittel sein“, so Heinz-Günter Wolf in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Landesapothekerverbands Niedersachsen (LAV).

Seine Begründung: „Wir wollen ja mit und nicht gegen unsere Landesregierung für die berechtigen Forderungen der Apothekerschaft kämpfen“, so Wolf. „Deshalb unterstützt der LAV die heute gestartete Unterschriftenaktion der Apothekerkammer Niedersachsen in vollem Umfang.“

Wie der LAV Niedersachsen in einer Pressemitteilung erklärte, hatte sich die niedersächsische Landesregierung, vertreten durch Sozialministerin Aygül Özkan, als eine der ersten Ländervertretungen auf die Seite der Apotheker gestellt. „Wir freuen uns, dass das Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Integration das Bundeswirtschaftsministerium nicht nur auffordert, die geplante Honoraranpassung um 25 Cent erneut zu überprüfen, sondern auch die Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes vorschlägt. Ein Konzept, das auch Apotheken in ländlichen Regionen eine angemessene Teilhabe an der wirtschaftlichen Entwicklung ermöglicht und unter anderem eine leistungsgerechte Vergütung für den Nacht- und Notdienst vorsieht“, erklärt Wolf.

Bereits am vergangenen Freitag, 7. September, hatte der LAV Niedersachsen bei den niedersächsischen Mitgliedsapotheken eine Protestabfrage gestartet. „Bei dieser Abfrage haben wir vor dem Hintergrund der Unterstützung durch unsere Landesregierung großen Wert darauf gelegt, nur Protestformen abzufragen, die keinen Streikcharakter haben“, erläutert Heinz-Günter Wolf. Die Abfrage bei den Mitgliedsapotheken läuft noch bis Dienstag dieser Woche. „Je nach Entwicklung der Gespräche auf Bundesebene und abhängig vom Ergebnis der Protestabfrage bei unseren Mitgliedsapotheken werden wir weitere geeignete Protestmaßnahmen in die Wege leiten.“

In der vergangenen Woche hatte der LAV Niedersachsen e.V. gemeinsam mit dem Landesapothekerverband Sachsen-Anhalt e.V. eine große Postkarten-Protestaktion unter dem Motto „Wir sind MehrWert! – Weniger als 3 Cent Anpassung pro Jahr sind ein schlechter Witz“ gestartet. Mit der Aktion, an die sich auch die Apothekerverbände der Länder Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg angeschlossen hatten, wollen sich die Apotheken gegen die nach mehr als acht Jahren nun geplante Anpassung des Apothekenhonorars zur Wehr setzen. Alle Mitgliedsapotheken der genannten Verbände wurden aufgerufen, sich mit einer Postkarte an ihren regionalen Bundes- oder Landtagsabgeordneten zu wenden und damit in Form einer Warum-Frage auf die massiven Folgen dieser geringen Honoraranpassung für die künftige finanzielle Situation der Apotheken hinzuweisen.


DAZ.online


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