Versandapotheke legt weiter zu

Sanicare vermeldet Umsatzplus

Bad Laer - 07.08.2012, 16:01 Uhr


Die Unternehmensgruppe Sanicare hat ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2011/2012 um 13 Mio. Euro steigern können. Insgesamt habe man 528 Mio. Euro erwirtschaftet, teilte Sanicare heute mit. Den größten Anteil hieran leistete die Versandapotheke mit 220,5 Mio. Euro (+ 2,55 Prozent). Sie zählt dem Unternehmen zufolge mittlerweile 1,6 Millionen Kunden.

Der zweitgrößte Geschäftsbereich der Sanicare-Gruppe ist die Klinikversorgung, die auch andere Großkunden, etwa Heime und Rettungsdienste umfasst. 29 Jahre ist Sanicare-Chef Johannes Mönter hier schon im Geschäft. In diesem Segment hat sich der Umsatz im letzten Geschäftsjahr um 1,9 Prozent auf 210 Mio. Euro erhöht. Die Geschäftsbereiche Home-Care und Ärztebedarf trugen 78,5 Mio. Euro zum Gesamtumsatz bei. Die einzelnen Apotheken(-filialen) und andere Ladengeschäfte kamen auf 19 Mio. Euro. Zum Gewinn will man bei der Unternehmensgruppe allerdings keine Angaben machen.

Mönter sieht die Beratungsqualität als eine Stärke seiner Versandapotheke: „Unsere Kunden nutzen die 24-Stunden-Beratungshotline mit 69.000 Anrufen pro Monat intensiv“. Diese Serviceleistung zahle sich aus. Allerdings erwarten nicht all diese Anrufer pharmazeutische Beratung. Die Zahl umfasst sämtliche Anfragen im Kundenservice-Center. Doch immerhin: 52 pharmazeutische Fachkräfte sind bei Sanicare beschäftigt, um Fragen rund um das Arzneimittel zu beantworten. Logistische Serviceleistungen – etwa Bestellannahmen – sind dagegen auch ausgelagert. Hier wird Sanicare seit Juni 2011 von der Bertelsmann Tochter arvato unterstützt.

Das Hauptgeschäft macht die Sanicare-Versandapotheke nach wie vor mit nicht-verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Lediglich 8 Prozent der Bestellungen betreffen rezeptpflichtige Präparate. Sanicare führt dies auf die noch immer bestehenden Wettbewerbsverzerrungen gegenüber der holländischen Konkurrenz zurück. Dies könnte sich allerdings bald ändern, wenn sich auch ausländische Versandapotheken an die Arzneimittelpreisverordnung halten müssen, sofern sie Kunden in Deutschland beliefern.

Eigenen Angaben zufolge liefert die gesamte Sanicare-Unternehmensgruppe 17.000 Aufträge mit insgesamt über 86.000 Positionen täglich über externe Dienstleister aus.


Kirsten Sucker-Sket


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