Celesio

Pharmexx-Verkauf an United Drug aus Irland

26.07.2012, 09:11 Uhr


Nach dem vor zwei Tagen bekannt gegebenen Verkauf der Logistiksparte Movianto verkauft Celesio jetzt die Tochtergesellschaft Pharmexx an United Drug, einen international führenden Anbieter von Dienstleistungen für Hersteller und Einzelhändler im Gesundheitssektor. Danach übernimmt United Drug die auf Marketing- und Personaldienstleistungen für Pharmafirmen spezialisierte Celesio-Tochter Pharmexx für 35 Millionen Euro.

Abgeschlossen werden soll der Verkauf nach Angaben von Celesio voraussichtlich bis zum 31. August 2012. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der notwendigen behördlichen Genehmigungen. Damit steht jetzt nur noch der Verkauf der Apothekenmarke DocMorris aus.

Markus Pinger, Vorstandsvorsitzender von Celesio, zur Transaktion: „Nach dem kürzlich angekündigten Verkauf von Movianto ist uns mit dem Verkauf von Pharmexx innerhalb sehr kurzer Zeit ein weiterer wichtiger Schritt zur Fokussierung auf das Kerngeschäft gelungen. Wir können jetzt unsere Ressourcen und Anstrengungen noch stärker darauf konzentrieren, das Wachstum in unserem Kerngeschäft zu beschleunigen. Mit United Drug haben wir uns für einen Investor entschieden, der die weltweiten Potenziale der Pharmexx heben und weiterentwickeln will. Das ist auch im Sinne der Mitarbeiter von Pharmexx, deren Interessen für uns von vorneherein ein entscheidendes Kriterium im Verkaufsprozess waren."

Liam FitzGerald, Vorstandsvorsitzender von United Drug: „Die Übernahme ist für uns ein entscheidender Schritt in Richtung unseres Ziels, der weltweit führende Anbieter von Contract Sales für die Pharmaindustrie zu werden. Darüber hinaus stellt die Akquisition einen wichtigen Meilenstein dar für die internationale Positionierung von United Drug als Outsourcing-Partner für Pharmaunternehmen."

Der Verkauf des seit 2006 zu Celesio gehörenden Marketing- und Vertriebsdienstleisters Pharmexx wurde im Zuge einer grundlegenden strategischen Neuausrichtung beschlossen. Celesio hatte im Oktober 2011 angekündigt, sich zukünftig konsequent auf das Kerngeschäft mit Pharmagroßhandel und Apotheken zu konzentrieren, das über 95 Prozent des Konzerngeschäfts ausmacht.


Lothar Klein