Allgemeine Ortskrankenkassen

AOK Rheinland/Hamburg für Bundes-AOK

Düsseldorf - 21.07.2012, 13:43 Uhr


Der neue Chef der AOK Rheinland/Hamburg, Günter Wältermann, hat einen Zusammenschluss aller Allgemeinen Ortskrankenkassen zu einer Bundes-AOK vorgeschlagen. Es sei sinnvoll, „mittelfristig einen großen Wurf zu machen und alle elf AOKs zu einer AOK für ganz Deutschland zusammenzubringen“, sagte Wältermann der „Rheinischen Post“.

Eine Fusion mit der AOK Nordwest, die noch Anfang letzten Jahres zur Debatte stand, ist für Wältermann „kein Thema“. Beide Kassen seien sowohl am Markt als auch finanziell gut aufgestellt und bräuchten keine Fusion. Die AOK Rheinland/Hamburg habe derzeit 2,9 Millionen Versicherte und sei damit die größte Kasse in NRW. Auch die Finanzlage ist bestens: Erst kürzlich versprach die AOK, bis 2014 keinen Zusatzbeitrag zu erheben. Doch eine Bundes-AOK – ein gemeinsames Dach für 24 Millionen Versicherte – ist für Wältermann eine Option. Die Regionalität solle dabei erhalten bleiben.

Als Vorteil nannte der AOK-Chef die höhere Einkaufsmacht der Kasse: „Ein solcher Zusammenschluss hätte viele Gestaltungsmöglichkeiten gegenüber Pharmaherstellern, Krankenhäusern und Ärzten. Für das gleiche Geld könnten mehr Leistungen eingekauft werden.“

Wältermann steht der AOK Rheinland/Hamburg seit dem 1. Juli vor. Er folgte Wilfried Jacobs, der die Kasse zuvor 18 Jahre lang geführt hatte.


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