DMP Asthma und COPD

Hecken kämpft für Nikotinersatztherapie

Berlin - 06.07.2012, 10:27 Uhr


Im Rahmen der Disease-Management-Programme Asthma und COPD will der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bestimmten Patienten eine medikamentöse Raucherentwöhnung auf Kassenkosten ermöglichen. Das Bundesgesundheitsministerium ist dagegen. Der neue unparteiische Vorsitzende des G-BA, Josef Hecken, will den Streit nun vor Gericht klären lassen.

Noch in seiner Ende Juni ausgelaufenen zweiten Amtsperiode war der G-BA gegen den ablehnenden Bescheid des Ministeriums vorgegangen – zunächst ging es dabei vor allem darum, die Fristen einzuhalten. Doch Hecken betonte nun, dass es ihm ein Anliegen sei, diesen Prozess fortzuführen und eine zügige, am Patientenwohl orientierte Entscheidung herbeizuführen. In seiner ersten offiziellen G-BA-Pressekonferenz am 5. Juli betonte der bekennende Raucher, es sei von Bedeutung, höchstrichterlich klären zu lassen, inwieweit in DMPs von gesetzlichen Regelungen zum Verordnungsausschluss – hier: Lifestyle-Arzneimittel – abgewichen werden kann.


Kirsten Sucker-Sket


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