BZgA zu Legal Highs

Jede Woche eine neue Substanz

Berlin - 04.07.2012, 11:59 Uhr


Der Europäische Drogenmarkt wächst rasant: Jede Woche gibt es eine neue Droge. Das meldet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter Hinweis auf Zahlen der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD und Europol.

Über die genauen gesundheitlichen Risiken der Legal Highs, die nicht offen zum Konsum angeboten, sondern als „Kräutermischung“ oder „Badesalze“ getarnt vermarktet werden, existieren nach Angaben der BZgA bislang keine systematischen Studien. Die wenigen existierenden Fallberichte beschreiben jedoch die teils gravierenden Folgen für Konsumenten: Panikattacken, Krampfanfälle, Herzinfarkt und Atemstillstand. Vereinzelt soll es auch Selbstmorde gegeben haben.

Auf ihrem Internetportal www.drugcom.de informiert die BZgA daher in einem neuen Themenschwerpunkt über die Wirkungen und Risiken der synthetischen Cannabinoide. BZgA-Direktorin Prof. Dr. Elisabeth Pott warnt indes: „Bei den sogenannten Legal Highs ist in der Regel weder über die Menge noch über die Zusammensetzung der verwendeten Wirkstoffe etwas bekannt. Wer den Inhalt solcher ‚Wundertüten’ raucht oder auf andere Weise konsumiert, geht ein nicht kalkulierbares gesundheitliches Risiko ein.“ Sie rät daher dringend vom Konsum der Substanzen ab.

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Juliane Ziegler


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