Deal in US-Betrugsprozess

GSK zahlt 2,4 Milliarden Euro

Washington - 03.07.2012, 10:04 Uhr


Teure Quittung: GlaxoSmithKline (GSK) hat in den USA Medikamente unter irreführenden Angaben vermarktet – und zahlt dafür jetzt drei Milliarden US-Dollar Strafe (2,4 Milliarden Euro).

GSK zahlt nun Bußgelder in Höhe von einer Milliarde Dollar (rund 790 Millionen Euro) und Abfindungen in Höhe von zwei Milliarden Dollar (rund 1,6 Milliarden Euro) an die US-Regierung sowie die Regierungen von Massachusetts und Colorado. GSK-Vorstandschef Andrew Witty äußerte sein Bedauern und bekräftigte, der Konzern habe gelernt „aus den Fehlern, die wir gemacht haben“. Der Pharmariese konnte sich seit der grundsätzlichen Einigung mit den Behörden im November letzten Jahres auf die drohende Milliardenbelastung einstellen und bildete entsprechende Rückstellungen, mit denen die hohe Summe nun beglichen werden soll.

Die US-Justiz hatte GSK vorgeworfen, die Antidepressiva Paxil und Wellbutrin zu von der Gesundheitsbehörde FDA nicht genehmigten Zwecken beworben zu haben. Außerdem soll das Unternehmen versäumt haben, der zuständigen Behörde Daten über die Sicherheitsstandards des Diabetes-Mittels Avandia aus den Jahren 2001 bis 2007 mitzuteilen. GSK bekannte sich dazu. Die US-Behörden kündigten an, das Unternehmen in den kommenden fünf Jahren unter Beobachtung zu stellen, um die Einhaltung von Auflagen zu überwachen.


Juliane Ziegler


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