Verlust in 2011 ausgeweitet

Neue Weleda-Spitze: Turnaround 2012 geschafft

Berlin - 04.06.2012, 10:02 Uhr


Nach erheblichen Verlusten im vergangenen Jahr und dem damit verbundenen Austausch der Führungsmannschaft wollen die neuen Weleda-Manager im laufenden Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben. Nach eigenen Angaben hat der führende Hersteller für anthroposophische Arzneimittel und zertifizierte Naturkosmetik im 1. Quartal 2012 den Turnaround geschafft, so Verwaltungsratspräsident Paul Mackay und CEO Ralph Heinisch bei der Vorstellung des Jahresabschlusses 2011.

Der neue Weleda-Chef Heinisch hat die Leitung des Unternehmens erst am 1. April 2012 übernommen. Im vergangenen Jahr hatte Weleda 2011 bei stagnierenden Erlösen nach Zinsen und Steuern einen Verlust von 8,3 Millionen Euro eingefahren. Der Umsatz konnte mit 307,5 Millionen Euro zwar knapp gehalten werden. Die mit Arzneimitteln erzielten Erlöse stiegen um 6,4 Prozent auf 92,9 Millionen Euro. Der Umsatz mit Naturkosmetik-Umsatz sank hingegen um 2,9 Prozent auf 214,5 Millionen Euro.

Der Betriebsgewinn (Ebit) brach dagegen um 85 Prozent auf 1,3 (9,1) Millionen Euro ein, und unter dem Strich steigerte sich der Nettoverlust auf 8,3 (3,8) Millionen Euro. Gleichzeitig legte die Nettoverschuldung auf 122 (101) Millionen Euro zu. Grund für die schwierige Lage bei Weleda sind neben dem stagnierenden Umsatz die um sechs Prozent  gestiegenen Personalkosten sowie außerordentliche Rückstellungen für die Kosten der geplanten Restrukturierung.

Besser gelaufen ist laut Weleda-Geschäftsführung bereits das 1. Quartal 2012. Der Umsatz legte um fünf Prozent gegenüber den ersten drei Monaten des Vorjahres auf 84,8 Millionen Euro zu, und Weleda schrieb wieder schwarze Zahlen. Wichtigster Wachstumstreiber war die Naturkosmetik mit der Einführung der Körperpflegelotionen im Januar in Deutschland, Frankreich, Österreich und in der Schweiz.

Der Arzneimittelumsatz profitiert von Preiserhöhungen und gutem Wachstum im OTC-Sortiment. Dadurch können Rückgänge beim Mistel-Arzneimittel Iscador (Verlust der Erstattungsfähigkeit in Deutschland) kompensiert werden. In Verbindung mit bereits eingeleiteten Sparmaßnahmen ist für 2012 laut neuer Weleda-Führung mit einem ausgeglichenen Ergebnis zu rechnen. 


Lothar Klein


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