Verhütung

AKdÄ: Bei unter 30jährigen Drospirenon-haltige Pillen meiden

11.11.2011, 15:00 Uhr


Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AKdÄ) hat den Fall einer 22-jährigen Frau, die unter einer Drospirenon-haltigen Pille eine Lungenembolie entwickelt hat und verstorben ist, zum Anlass genommen, auf das erhöhte Thromboembolierisiko

Die AKdÄ beruft sich dabei unter anderem auf eine Fallkontrollstudie von Jick et al., bei der das Thromboembolierisiko in der Gruppe der unter 30-Jährigen unter Drospirenon gegenüber Levonorgestrel um das Fünffache erhöht war. Generell sollten Frauen bei der Verordnung eines hormonalen Kontrazeptivums auf das Thromboembolierisiko hingewiesen werden, insbesondere darauf, dass Rauchen das Risiko für thromboembolische Ereignisse stark erhöht. Zudem sollen sie aufgefordert werden, auf wichtige Warnsymptome für venöse Thromboembolien und hier vor allem auf Schmerzen und Schwellungen in den Beinen zu achten.

Quelle

Risiko von venösen Thromboembolien bei Einnahme von Drospirenon-haltigen kombinierten oralen Kontrazeptiva (Yasmin®/Yasminelle®, Aida®, Yaz®, Petibelle®)
Deutsches Ärzteblatt, Jg. 108, Heft 45, 11.11.2011


Dr. Doris Uhl