Metoprolol-Rezepte

BPI fordert Konsequenzen für Abrechnungsmodus

Berlin - 19.08.2011, 13:55 Uhr


Als Konsequenz aus den Abrechnungsfehlern bei hat der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) eine Korrektur des Abrechnungsverfahren gefordert.

Falls es die von der AOK aufgezeigte Praxis tatsächlich gebe, könne es zu falsch eingezogenen Herstellerabschlägen gekommen sein. „Es ist zu befürchten, dass es diese Praxis der falschen Abrechnung von Rezepten nicht nur bei diesem einen Medikament gegeben hat“, schreibt der BPI in einer Pressemitteilung. Der AOK-Bundesverband erkläre selber, dass ihm ein solches Vorgehen normalerweise nicht auffalle.

„Falls es auch in anderen Fällen Abrechnungen von Medikamenten gab, die gar nicht ausgegeben wurden, wurden deren Hersteller mit Abschlägen für gar nicht abgesetzte Arzneimittel belastetet, die damit nicht korrekt sind. Es muss jetzt endlich zwingend ein Weg gefunden werden, um sicher zu stellen, dass nur dann Abschläge geltend gemacht werden, wenn auch tatsächlich das entsprechende Medikament abgegeben wurde“, fordert Henning Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des BPI.


Lothar Klein


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