Geschäftsentwicklung im ersten Quartal

Guter Jahresauftakt bei Stada

Bad Vilbel - 12.05.2011, 10:43 Uhr


Der Arzneimittelhersteller Stada hat einen guten Start ins neue Geschäftsjahr erwischt und mehr verdient als im Vorjahr. Während der Umsatz auf dem Heimatmarkt Deutschland erwartungsgemäß fiel, legten die Erlöse in Wachstumsmärkten wie Osteuropa prozentual zweistellig zu.

Stada-Chef Hartmut Retzlaff zeigte sich am Donnerstag erfreut, dass das internationale Geschäft einen Umsatzzuwachs von fünfzehn Prozent verbuchen konnte und an Bedeutung zugenommen hat. In den ersten drei Monaten wies der der Konzern ein operative Ergebnis (EBIT) von 57,6 Millionen Euro aus. Dies entsprach einem Plus von zwölf Prozent.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte auf rund 80 Millionen Euro (VJ: 75,8), während die Bad Vilbeler unter dem Strich einen Überschuss von 29,8 Millionen Euro (28,1) auswiesen. Der Konzernumsatz wuchs um sechs Prozent auf 418,3 Millionen Euro. Auf dem Heimatmarkt Deutschland sah sich Stada dagegen bei sinkenden Erlösen mit einem Minus von elf Prozent auf 127 Millionen Euro konfrontiert. Der weiterhin größte Einzelmarkt steuert noch rund 30 Prozent zum Konzernumsatz bei.

Stada leidet in Deutschland unter dem Margen- und Preisdruck für Generika. Ungeachtet der gewonnenen Zuschläge bei der jüngsten AOK-Ausschreibung für Rabattverträge rechnet das Management 2011 mit einem sinkenden Umsatz im Generikageschäft. Weltweit verbuchte Stada im Kerngeschäft mit den Nachahmermedikamenten hingegen ein Plus: Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 293 Millionen Euro.

Die weltweite Nummer fünf unter den Generika-Herstellern will das Geschäft in Zukunft durch Zukäufe in wachstumsstarken Märkten wie Osteuropa vom Heimatmarkt Deutschland unabhängiger machen. Nachdem in den Vorjahren vor allem das Geschäft mit Generika durch Übernahmen ausgebaut wurde, liegt nun der Fokus verstärkt auf dem kleineren und margenstärkeren Markengeschäft mit Produkten wie dem Sonnenschutzmittel Ladival.

Im laufenden Jahr strebt Stada einen Anstieg des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im hohen einstelligen Prozentbereich an. Der Umsatz soll ebenfalls zulegen. Auch 2012 will der der Konzern Umsatz und bereinigtes EBITDA steigern. 2014 soll einen Umsatz von rund 2,15 Milliarden Euro, bringen, das bereinigte EBITDA 430 Millionen Euro erreichen. Beim Konzerngewinn wird ein Anstieg auf 215 Millionen Euro in Aussicht gestellt.


dpa


Das könnte Sie auch interessieren

Geschäftsenwicklung in den ersten 3 Quartalen

Stada: Deutschland schwächelt, Russland boomt

Sinkende Umsätze in Deutschland und Serbien

Stada verhandelt über Zukäufe

Erstes Quartal 2014

Stada: Gewinn stagniert

Stada trotzt Schwierigkeiten in Osteuropa

Gutes Quartal für Stada