Arzneimittel im Januar

Vor-Ort-Apotheken stagnieren

Berlin - 16.03.2011, 11:20 Uhr


Während der Versandhandel im Januar 2001 seinen Umsatz deutlich steigern konnte, stagnierte der Umsatz der Vor-Ort-Apotheken nahezu: Zwar erhöhte sich der Absatz nach Packungen um 3,7 Prozent auf 126 Millionen Stück. Der Gesamt-Apothekenumsatz erhöhte sich nach aktuellen Daten von IMS Health aber nur um 0,6 Prozent auf zwei Milliarden Euro.

Darin spiegelt sich der neue Großhandelsabschlag und der auf 2,05 Euro gestiegene Apothekenabschlag wider. Auch die seit August 2010 erhöhten Zwangsrabatte der Hersteller und das Preismoratorium wirken sich aus.

Der Umsatz rezeptpflichtiger Arzneien stagnierte im Januar 2011 ebenfalls mit einem Mini-Plus von 0,2 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Das Packungsabsatz wuchs hingegen um 4,9 Prozent auf 58 Millionen Rx-Packungen. Auffällig ist im Januar laut IMS Health der zweistellige Zuwachs von Präparaten gegen Erkältungskrankheiten. Der einstellige Anstieg an anderen Bereichen lasse sich durch die „übliche Bedarfsdeckung gerade im Bereich chronischer Erkrankungen erklären“, heißt es in der IMS Health-Analyse. Im OTC-Bereich dominieren im Januar 2011 ebenfalls saisonbedingt Erkältungsmittel.

Nicht anders zeigt sich die Entwicklung im gesamten GKV-Markt einschließlich des Versandhandels: Der Umsatz zu Apothekenverkaufspreisen (AVP) legte um knapp ein Prozent auf 2,4 Milliarden Euro zu, während die Zahl der abgegebenen Packungen um rund sechs Prozent auf 58 Millionen zulegte. Auch hier wirken sich die Folgen der Arzneimittelgesetzgebung der Bundesregierung aus.


Lothar Klein


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