Erweiterung des Apothekerhauses gescheitert

Mitgliederversammlung sagt Nein

Berlin - 23.02.2011, 14:19 Uhr


Mit großer Mehrheit hat die ABDA-Mitgliederversammlung den Kauf des Nachbargrundstücks zur geplanten Erweiterung des Deutschen Apothekerhauses abgelehnt. Damit scheiterte der ABDA-Vorstand mit seinen Plänen, neben dem Apothekerhaus einen modernen sechsstöckigen Bürokomplex zu errichten.

Die Mitgliederversammlung erteilte dem ABDA-Vorstand zudem keinen Auftrag, mit dem Verkäufer weiter über einen niedrigeren Gesamtpreis für das 23,5 Millionen Euro teure Projekt zu verhandeln. Nach Angaben von Teilnehmern verlief die Debatte in der Mitgliederversammlung sachlich, aber in „erkennbar gereizter Atmosphäre“. Wie es jetzt mit den Erweiterungsplänen für den Verbandssitz der ABDA in Berlin weitergeht, ist offen.

Die Ablehnung erfolgte mit einer Mehrheit von 64 zu 35 Prozent der Stimmen. Zustimmung fand der Kauf der Immobilie Jägerstraße 48 nach DAZ.online-Informationen unter anderem bei Kammer und Verband Westfalen-Lippe und Sachsen, der Kammer Brandenburg, den Verbänden Baden-Württemberg, Bayern, Berlin und Rheinland-Pfalz.

In der Diskussion spielte vor allem der geforderte Projektpreis von 23,5 Millionen Euro sowie die allgemeine politische Landschaft für die Apotheken im Zusammenhang mit dem AMNOG eine Rolle. Gegenstand der Diskussion war nach Teilnehmerangaben auch die negative Wertentwicklung des bestehenden Apothekerhauses, die den damaligen Erwartungen des ABDA-Vorstandes nicht entsprochen habe.


Lothar Klein


Das könnte Sie auch interessieren

Erweiterung des Apothekerhauses umstritten

Immobilienkauf entzweit ABDA-Vorstand

Bauschäden in der Jägerstraße

Risse im Mauerwerk gefährden Apothekerhaus

Kammerversammlung beschließt Halbierung der ABDA-Mitgliedsbeiträge

Brandenburger Kammer provoziert ABDA

ABDA will zwei Etagen aufsetzen – Sanierung notwendig – Gesamtkosten: 26,5 Millionen Euro

Widerstand gegen Apothekerhaus-Aufstockung

ADBA-Ehrenpräsident: Kaufentscheidung vertagen

Stürzbecher stellt sich gegen ABDA-Führung