Mehr Umsatz mit weniger Packungen

Rx-Arzneien 2010: Plus von 4,8 Prozent

Berlin - 26.01.2011, 10:38 Uhr


Im vierten Jahr in Folge ist 2010 der Umsatz mit verschreibungspflichtigen Arzneimittel in öffentlichen Apotheken gestiegen. Nach Zahlen von Insight Health setzen Pharmagroßhandel und pharmazeutische Hersteller im vergangenen Jahr 4,8 Prozent mehr Rx-Arzneimittel um als im Vorjahr.

Damit steigt der Umsatz in diesem Segment bereits im vierten Jahr in Folge um knapp fünf Prozent pro Jahr an und liegt nun bei 21,2 Milliarden Euro (2009: 20,2 Mrd. Euro). Zurück ging hingegen der Umsatz mit apothekenpflichtigen, aber nicht verschreibungspflichtigen  Arzneimitteln. Deren Umsatz sank gegenüber 2009 um 3,3 Prozent auf nun 2,8 Milliarden Euro. Alle Angaben beziehen sich  auf den ApU/Abgabepreis pharmazeutischer Unternehmer.

Entsprechend baut sich auch der Anteil der verschreibungspflichtigen Arzneimittel am Umsatz kontinuierlich aus: Bei einem Gesamtumsatz auf dem Apothekenmarkt von knapp 25,6 Milliarden Euro (2009: 24,7 Mrd. Euro) lag er im vergangenen Jahr bei rund 82,8 Prozent (2009: 81,9 %) gegenüber rund elf Prozent für apothekenpflichtige Arzneimittel (2009: 11,8 %). Die restlichen 6,1 Prozent resultieren aus Nicht-Arzneimitteln (5,4 %) sowie aus nicht apothekenpflichtigen Präparaten und Chemikalien.

Die Packungsmengen, die die Apotheken beim Großhandel oder direkt beim Hersteller einkaufen, sind hingegen rückläufig: Die Anzahl verschreibungspflichtiger Arzneimittelpackungen ging 2010 um 2,7 Prozent zurück auf 719 Millionen Einheiten, die der apothekenpflichtigen um 4,1 Prozent auf 650 Millionen Einheiten.

Großhandel und Hersteller setzten insgesamt also deutlich weniger Einheiten bei den Apotheken ab, dennoch stieg der Gesamtumsatz. Grund waren die steigenden Packungspreise für verschreibungspflichtige Arzneimittel. Deren durchschnittlicher Preis lag 2010 bei 29,50 Euro pro Packung (2009: 27,40 Euro). Der Großteil des Wareneinkaufs der öffentlichen Apotheken erfolgte auch 2010 überwiegend über den Großhandel (zu 87 %).


Lothar Klein


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