Betrugsverdacht

CC Pharma weist Anschuldigungen zurück

Berlin - 10.11.2010, 16:12 Uhr


Gegen die CC Pharma GmbH in Densborn wird derzeit staatsanwaltschaftlich ermittelt: Die Gesellschafter und Geschäftsführer stehen im Verdacht, gegen das Arzneimittelgesetz verstoßen zu haben. CC Pharma sieht sich dagegen im Recht und spricht von „Missverständnissen“.

Wie der Importeur von Spezial-Arzneimitteln heute in einer Pressemitteilung erklärte, beziehe er seine Ware ausschließlich von lizensierten Großhändlern mit Sitz in der EU oder sogenannten Drittländern wie Norwegen, die arzneimittelrechtlich dem EU-Raum gleichgestellt seien. Dabei handele es sich um Originalprodukte verschiedener Hersteller, die in der EU uneingeschränkt verkehrsfähig seien.

CC Pharma betonte, die von ihr vertriebenen EU-Importarzneimittel hätten entweder eine Zulassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte oder der europäischen Arzneimittelbehörde EMA. Der Transport der Medikamente aus den EU-Lieferländern erfolge durch spezialisierte Speditionen, im Falle von Kühlartikeln mit Kühlfahrzeugen. Auch verfüge CC Pharma über eine eigene Großhandelserlaubnis, produziere nach GMP-Richtlinien und sei ISO-zertifiziert. Wie alle anderen Arzneimittelimporteure unterliege das Unternehmen der strengen Überwachung durch die Aufsichtsbehörde. Auch das von der Staatsanwaltschaft angesprochene, angeblich für den südafrikanischen Markt produzierte Medikament zur Behandlung einer Immunschwächekrankheit sei direkt und legal bezogen worden, so CC Pharma in ihrer Presseerklärung.

Die Durchsuchung der Betriebsstätte am gestrigen Tag sei von der Geschäftsleitung vorbehaltlos unterstützt worden, heißt es weiter. CC Pharma weist darauf hin, dass Grundlage der Ermittlungen lediglich ein sogenannter Anfangsverdacht sei. Das Unternehmen werde „alles daran setzen, die entstandenen Missverständnisse aufzuklären und den behaupteten Verdacht umgehend zu widerlegen“.


Kirsten Sucker-Sket


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