Vernachlässigte tropische Krankheiten

BMBF fördert Forschung

Berlin - 12.10.2010, 13:17 Uhr


Mit einem Budget von 20 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über die kommenden vier Jahre die Forschung und Entwicklung

Unterstützt werden so genannte Produktentwicklungspartnerschaften (PDPs), internationale Non-Profit-Organisationen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Präventionsmethoden, Diagnostika oder Medikamente gegen vernachlässigte und armutsbedingte Krankheiten zu entwickeln. Sie sollen das Wissen aus Wissenschaft, Industrie und Zivilgesellschaft bündeln. Die PDPs werden durch öffentliche und private Geldgeber finanziert, im Gegenzug werden die Produkte den Betroffenen später zu einem geringen Preis zur Verfügung gestellt. Erste von PDPs entwickelte Produkte sind bereits auf dem Markt – doch es gibt noch viele Krankheiten, die nicht wirksam bekämpft werden können.

Dr. Helge Braun, Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF, stellte die neue Fördermaßnahme am 12. Oktober auf dem World Health Summit in Berlin vor: „Wir setzen uns besonders für die Verbesserung der Gesundheit von Kindern und Schwangeren in Entwicklungsländern ein. Wir brauchen Impfstoffe und Medikamente für eine Reihe tropischer Krankheiten – und ganz besonders für die Krankheiten, an denen gerade in Afrika Jahr für Jahr sehr viele Kinder sterben".  

Das BMBF zielt mit seiner ersten Förderung von PDPs insbesondere auf die Entwicklung von neuen Präventions-, Diagnose- oder Behandlungsmethoden für tropische vernachlässigte Krankheiten wie z.B. Leishmaniose oder Dengue-Fieber, und für Krankheiten, die eine hohe Kindersterblichkeit hervorrufen, wie z.B. bakterielle Meningitis, Malaria oder Durchfallerkrankungen.


Kirsten Sucker-Sket