Analytik

Rasterelektronenmikroskopie

Stuttgart - 08.09.2010, 10:46 Uhr


Beim Rasterelektronenmikroskop (REM) übernimmt ein feiner Elektronenstrahl die Funktion der Lichtstrahlen im Lichtmikroskop. Sein Auflösungsvermögen ist um fünf Zehnerpotenzen höher, deshalb kommt es bei Materialprüfungen standardmäßig zum Einsatz, auch in der Pharmazie.

Das REM erzeugt in einem Vakuumraum Elektronen, die mit hoher Geschwindigkeit in die Probe eindringen. Sie treten als Rückstreuelektronen und Primärelektronen wieder aus der Probe aus oder erzeugen durch Ionisation einzelner Atome Röntgenstrahlen. Diese Signale lassen sich in ein Bild übersetzen bzw. röntgenspektrometrisch auswerten. Das REM kann nasschemische Methoden großenteils ersetzen und dient in der industriellen Arzneimittelherstellung zur Qualitätskontrolle.

Wichtig ist in jedem Fall eine wohlüberlegte Probenvorbereitung. Im REM können nur winzige Proben analysiert werden, und die Probe muss so gezogen werden, dass sie für das ganze Produkt repräsentativ ist.

Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Deutschen Apotheker Zeitung:

H. Rein: Rasterelektronenmikroskopie – Theorie und praktische Anwendungen in der Pharmazie. DAZ 36/2010 S. 50-56.


Dr. Wolfgang Caesar