Arzneimittel

Arzneimittelausgaben steigen im März um zehn Prozent

Berlin - 18.05.2010, 14:33 Uhr


Im Monat März sind die Arzneimittelausgaben wieder stärker angestiegen. Nach Angaben von IMS Health erhöhte sich der Umsatz um zehn Prozent und der Absatz um fünf Prozent

Die Entwicklung des stationären Sektors überflügelte laut IMS Health die des ambulanten Bereichs jeweils nach Wert und Menge um vier bzw. sechs Prozentpunkte. Der im Rahmen ambulanter Behandlungen in der Klinik anfallende Arzneimittelumsatz erhöht sich über die letzten fünf Quartale fast durchgängig. Auch im Vergleich mit anderen Funktionsbereichen der Klinik liegt der ambulante Sektor nach Umsatzzuwachs vorn. Schwerpunkt der ambulanten Versorgung bildet die Onkologie.

Der Umsatz des Apothekensegmentes (inkl. Impfstoffen, Hersteller-Zwangsrabatte abgezogen) erhöhte sich im März 2010 um knapp zehn Prozent, der Absatz von Packungen um vier Prozent. Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung dürfte im Nachholbedarf liegen, insbesondere bei Arzneimitteln zur Behandlung chronischer Erkrankungen, analysiert IMS Health. Zudem beinhalte der März 2010 einen Arbeitstag mehr als im Vorjahr, so dass auch ein statistischer Effekt zu berücksichtigen sei.

Rezeptpflichtige Präparate legen im März 2010 nach Umsatz um knapp elf Prozent zu, rezeptfreie Mittel um vier Prozent. Der Absatz von Rx-Medikamenten stieg um knapp sechs Prozent, von OTC-Medikamenten um drei Prozent. Eingebrochen ist im ersten Quartal 2010 der OTC-Markt in der Offizin infolge einer geringeren Nachfrage nach Erkältungsprodukten.

Überdurchschnittliche Mengenzuwächse seien im verschreibungspflichtigen Segment bei Arzneien für Dauertherapien festzustellen, was im OTC-Bereich mit einem Zuwachs der Diabetes-Tests um elf Prozent korrespondiere. Die Absatzsteigerung des Apothekenmarktes im März geht im Wesentlichen auf GKV-Rezepte zurück, während Barkäufe und Privatrezepte nahezu stabil bleiben.

Der Versandhandel (VH) wächst im März 2010 insgesamt nach Wert um sechs Prozent, wobei das Wachstum auf OTC-Produkte zurückzuführen ist. Wachstumsstärkste Produktgruppen im März waren Topische Antirheumatika, Laxanzien und Analgetika. Der Absatz des Versandhandels erhöhte sich um 18 Prozent.


Lothar Klein


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