Dermatologie

Neue Therapiehoffnung für Vitiligo-Patienten?

19.03.2010, 10:30 Uhr


Geschätzte 0,5 bis 4 Prozent der Weltbevölkerung leiden an Vitiligo, der so genannten Weißflecken-Krankheit, bei der sich durch Depigmentierung die Haut stellenweise entfärbt und

Vitiligo wird durch eine vermutlich autoimmune Zerstörung der Melanozyten ausgelöst und stellt in erster Linie ein rein "kosmetisches" Problem dar, ohne weitere medizinische Folgen für die Betroffenen. Der Leidensdruck der Patienten ist jedoch groß. Bisherige Therapieversuche – unter anderem mit UV-Bestrahlung, Bleichmitteln, der Einnahme von Betacarotin und Transplantationen von Hautstücken oder Pigmentzellen - lieferten oft unbefriedigende Ergebnisse.

Wissenschaftler aus Saudi-Arabien entwickelten mit der Melanozyten-Keratinozyten-Transplantation nun ein neues Verfahren, bei dem die Repigmentierung auch größerer Hautareale möglich werden kann. Dabei werden die einzelnen Hautzellen enzymatisch voneinander getrennt und als Suspension auf die unpigmentierten Areale aufgetragen. Deren oberste Hautschichten wurden zuvor mechanisch abgeschliffen. In einer Studie unterzogen sich 18 Männer und 14 Frauen im Alter von 18 bis 60 Jahren einer solchen Behandlung. Nach insgesamt 40 Eingriffen konnten bei 23 Patienten an Händen, Armen, Beinen, Füßen, im Gesicht und am Bauch zufriedenstellende Resultate erreicht werden. Die Repigmentierung ließ sich im Schnitt auf Hautarealen in Kreditkartengröße erzielen.

Quelle:

38. Jahrestagung der "American Academy of Dermatology", 5. - 9.3.2010, Miami



Franziska Wartenberg/DAZ