Arzneimittelmarkt

Umsatz stieg im Dezember um 5 Prozent

18.02.2010, 10:56 Uhr


Trotz eines leichten mengenmäßigen Rückgangs ist der Umsatz des Pharma-Gesamtmarktes im Dezember 2009 weiter gestiegen. Nach Angaben des Instituts für Medizinische Statistik IMS Health

Der Klinikmarkt legte danach etwas stärker zu als der Apothekensektor. Laut IMS Health spielen im Krankenhaus zunehmend ambulante Behandlungen eine Rolle, was dort den Arzneimittelverbrauch erhöht.

Der Umsatz des Apothekensegmentes erhöhte sich im Dezember 2009 um 4 Prozent, während der Absatz nach Packungen in gleicher Größenordnung zurückging. Mit Ausnahme des Monats November (Grippewelle) verlief die Entwicklung im Dezember damit ähnlich wie im Gesamtjahr.

Während der Umsatz mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln im Dezember zulegte, verloren OTC-Produkte sowohl nach Menge wie nach Wert. Ein wesentlicher Grund lag laut IMS Health darin, dass Erkältungs- und Schmerzmittel, die etwa ein Drittel des OTC-Absatzes ausmachen, rückläufig waren.

Einen regelrechten Boom verzeichnete im Jahr 2009 der Versandhandel. Der Umsatz stieg um 19 Prozent, die Zahl der verkauften Packungen sogar noch deutlicher um 31 Prozent.

Insgesamt entwickelte sich der Apothekenmarkt im Jahr 2009 mit einem Umsatzzuwachs von knapp 4 Prozent erneut moderat. Der Absatz stieg um 1 Prozent. Im Blick auf einzelne Arzneisegmente zeigten sich erwartungsgemäß Unterschiede. Einzelne Arzneigruppen legten überdurchschnittlich zu. Bei verschreibungspflichtigen Arzneien waren dies vor allem Therapeutika für hoch prävalente Erkrankungen. Im OTC-Bereich waren bei den absatzstärksten Kategorien Erkältungs- und Schmerzmittel sowie Diabetes-Tests moderate Zuwächse festzustellen.

Der Umsatz des GKV-Marktes stieg im Dezember um 5,2 Prozent (ohne Berücksichtigung von Zwangsrabatten), Impfstoffe und Testdiagnostika eingeschlossen. Im Gesamtjahr 2009 wuchs der Umsatz des GKV-Gesamtmarktes ebenfalls um 5,2 Prozent.

Laut IMS Health beliefen sich im Dezember 2009 die Hersteller-Zwangsrabatte auf 83 Millionen Euro, 5 Millionen Euro mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Im Jahr 2009 sparten die gesetzlichen Krankenkassen 2,3 Milliarden Euro durch Zwangsrabatte von Herstellern (935 Mio.) und Apotheken (1,37 Mrd.) ein.

Der Anteil rabattvertragsgeregelter Medikamente aus dem generikafähigen Segment betrug im Jahr 2009 59 Prozent. Dabei erreichten einige Wirkstoffe, die auch der Behandlung von Erkrankungen mit hoher Prävalenz dienen, Umsetzungsraten zwischen knapp 70 bis über weit 80 Prozent.


Lothar Klein


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