Mehrwertsteuer auf Arzneimittel

4,35 Mrd. Euro für den Fiskus

Berlin - 02.02.2010, 11:49 Uhr


Mehr als 4,35 Mrd. Euro Mehrwertsteuer auf Arzneimittel haben die Krankenkassen nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände – ABDA – im Jahr 2009 an den Fiskus

Die Apotheken unterstützen deshalb die Forderung der Krankenkassen, durch eine Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf Arzneimittel zu einer langfristigen Entlastung von mehr als zwei Milliarden Euro jährlich zu kommen. ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf: "Deutschland gehört zur europäischen Spitze bei der Steuerlast auf Medikamente. Das Einsparpotenzial ist enorm und könnte innerhalb kürzester Zeit gehoben werden – ohne Abstriche für die Versorgung der Menschen."

Zuletzt hatte der Vize-Chef des AOK-Bundesverbands Jürgen Graalmann gegenüber dem "Handelsblatt" erklärt, die Kassen würden bei ihrem geplanten Treffen mit Gesundheitsminister Philipp Rösler daran erinnern, dass der Mehrwertsteuersatz für Arzneimittel immer noch 19 Prozent beträgt. "Warum nicht hier auch sieben wie bei den Hotelübernachtungen? Das bringt Einsparungen von rund 3 Milliarden Euro pro Jahr", sagte Graalmann. Das Geld würde reichen, um Zusatzbeiträge in diesem Jahr weitgehend zu verhindern.


Kirsten Sucker-Sket


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