Risikobewertung

Zu viel Cadmium in Schokolade?

01.02.2010, 09:27 Uhr


Das toxische Schwermetall Cadmium ist in einigen pflanzlichen Nahrungsmitteln enthalten, so auch in Kakao und Schokolade. In jüngster Zeit häufen sich Meldungen, dass der Cadmium-

Im Dezember 2009 hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Broschüre „Cadmium in Lebensmitteln“ herausgegeben. Demnach stammt jeweils etwa ein Drittel der mit der Nahrung aufgenommenen Cadmium-Menge aus Getreide, aus Gemüse oder aus sonstigen Lebensmitteln, die weiter untergliedert sind. Hier findet sich Kakao zusammen mit Obst und Nüssen in einer Kategorie, die nur knapp zehn Prozent ausmacht. Doch dies sind Durchschnittswerte; individuell kann das Nahrungsspektrum ganz anders aussehen, wobei die Menge des aufgenommenen Cadmiums durchaus in einen kritischen Bereich kommen kann.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hatte bereits vor drei Jahren empfohlen, für Schokolade einen Cadmium-Grenzwert zwischen 0,1 und 0,3 mg je kg festzusetzen. Die meisten Schokoladehersteller könnten vermutlich einen Cadmium-Grenzwert in diesem Bereich akzeptieren, denn eine Vollmilchschokolade enthält in der Regel weniger als 0,1 mg/kg. Problematisch wäre ein solcher Grenzwert hingegen für manche edle Zartbitterschokolade, deren Cadmium-Gehalt bis zu 1,3 mg/kg betragen kann, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 27. Januar berichtete. Auch die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) meldete sich zu Wort. Sie hat 40 Schokoladen mit einem Kakaogehalt über 50% untersucht, aber nur bei sechs Produkten (15%) einen Cadmium-Gehalt über 0,3 mg/kg festgestellt. Obwohl dies Ergebnis eher beruhigend klingt, publizierte die AGES ihre Meldung vom 22. Januar unter dem Titel: „Dunkle Schokolade kann zu viel Cadmium enthalten.“

Einen ausführlichen Beitrag zum Thema „Cadmium in Schokolade“ lesen Sie in der nächsten DAZ.


Dr. Wolfgang Caesar


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