APOkix-Umfrage zur Beratung

Spezialisiertes Personal ist Mangelware

09.04.2015, 14:50 Uhr

Die qualifizierte Beratung ist Kernaufgabe von Apotheken. (Foto: Schelbert)

Die qualifizierte Beratung ist Kernaufgabe von Apotheken. (Foto: Schelbert)


Berlin – Gute und sachkundige Beratung ist eine Schlüsselqualifikation in Apotheken. Das höchste Beratungsaufkommen entfällt dabei laut der aktuellen APOkix-Umfrage auf Arzneimittel – hauptsächlich auf verschreibungspflichtige und OTC. Viele Apotheken, sowohl Inhaber wie auch Mitarbeiter, spezialisieren sich auf bestimmte Beratungsthemen. Allerdings ist für Spezialthemen geschultes Personal häufig schwierig zu finden.

42 Prozent des gesamten Beratungsaufkommens einer Apotheke fällt der Umfrage des Instituts für Handelsforschung (IFH) Köln unter rund 240 Apothekeninhabern zufolge auf die Beratung von Rx-Arzneimitteln, gefolgt von OTC-Produkten (35,2 %) zur Selbstmedikation. Darüber hinaus nannten die Befragten insbesondere die Beratung zu Produkten aus dem apothekenüblichen Ergänzungssortiment (10,7 %) und zum Thema Krankenpflege und medizinischer Bedarf (9 %).

Spezielle Beratungsangebote, für die Zusatzqualifikationen beispielsweise im Rahmen von Fortbildungen oder Seminaren erworben wurden, sind im Bereich der Diabetesberatung am häufigsten (83,5 %). Häufig werden außerdem Zusatzqualifikationen für die Themengebiete Hautpflege, Kosmetik, Sonnenschutz (76,5 %), Asthma (69,1 %) sowie Naturheilverfahren und Homöopathie (65,4 %) erworben. Im mittleren Bereich landen Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeit (53,5 %), Gewichtsreduktion (51 %), Reise(apotheke) und Impfung (51 %) sowie Ernährung und Nährstoffe (48,1 %).

Allerdings fällt es zwei von drei Apotheken schwer, das auf die entsprechenden Beratungsthemen spezialisierte Personal zu finden (63,5 %). 67,8 Prozent der Befragten finden außerdem, dass es oft schwer fällt, die Mehrwerte der Beratungsleistungen gegenüber den Kunden aufzuzeigen. Bei mehr als jeder zweiten Apotheke (56,1 %) kommt es zudem immer häufiger vor, dass sich Kunden beraten lassen ohne Produkte zu kaufen.

Die befragten Apotheker der Umfrage sind überdies überwiegend überzeugt, dass mit Schulungen die Beratungsqualität der Apotheke verbessert werden kann: 70 Prozent finden, dass es dafür ausreichend richtige Angebote gibt. Zur Unterstützung der evidenzbasierten Beratung würden 41,6 Prozent der APOkix-Teilnehmer zudem eine Positivliste für OTC-Präparate befürworten, die Mehrheit lehnt dies hingegen ganz oder eher ab.


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