Sie sind hier: Tagesnews-Wirtschaft > News

Wirtschaft

PTA und PKA sind von Altersarmut bedroht. (Foto: DAZ Archiv)

PTA und PKA sind von Altersarmut bedroht. (Foto: DAZ Archiv)

Gehälter in der Apotheke

PTA und PKA von Altersarmut bedroht

Berlin - Ein Blick in den Gehaltstarif für Mitarbeiter der öffentlichen Apotheke zeigt: PTA und PKA verdienen selbst in der höchsten Gehaltsstufe allesamt unter 2500 Euro brutto. Eine PTA erhält laut Tarif ab dem 15. Berufsjahr 2400,- Euro, eine PKA ab dem 14. Berufsjahr sogar nur 1973,- Euro.

Wer heute weniger als 2500 Euro brutto verdient, wird ab 2030 nur eine gesetzliche Rente von 688 Euro erwarten dürfen. Auch wer 35 Jahre Vollzeit gearbeitet hat, wird dann von Altersarmut bedroht sein – so die neuesten Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums. Dieser Personenkreis muss mit dem Renteneintritt „den Gang zum Sozialamt antreten“, so wird Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen derzeit in allen Medien zitiert.

Die ADEXA-Vorsitzende Barbara Neusetzer sagt dazu: „Die Familienfreundlichkeit des Arbeitsplatzes Apotheke hat leider ihre Schattenseite: Sie führt Frauen unweigerlich in die Altersarmut. ADEXA – Die Apothekengewerkschaft hat diese Gefahr bereits seit längerer Zeit erkannt. Wir haben dafür gesorgt, das Bewusstsein in dieser Beziehung zu schärfen, indem wir zu Beginn des Jahres 2012 die Arbeitgeber-finanzierte betriebliche Altersvorsorge für Apothekenmitarbeiter eingeführt haben.“

Reinhild Berger / 03.09.2012, 15:52 Uhr

Kommentare:

zurück 1234  nächste 
nina74 sagt:
28.01.2013 21:24

ich habe die Komentare von den Apotheker so sat.und wen Die Mitarbeiter zu teuer werden wegen der Berufsjahre werden sie entlassen und durch günstige Schwarzarbeiter die ungelernt sind ersäzt.Es geschied euch völlig recht das Rossmann und Co euch finanziell ruinert.Ich habe ein Lukratives Angebot von Rossman erhalten,ich hätte viel früher wechseln sollen,dort wird meine gute Arbeit wenigstens gewürdigt.Von dem Geld kann ich auch meine Kinder versorgen und an meine Atersvorsorge denken.

eimer sagt:
05.09.2012 18:23

@haferflocken: ich kann keine so langen texte lesen. zum anderenist vielleicht nicht jeder "konsumgeil", wie von ihnen postuliert.
ihre bedenken zur alterssicherung kann ich jedoch teilen.

Haferflocken sagt:
05.09.2012 15:30

@eimer
@PTA

Vielleicht hätten Sie beide nach dem ausführlichen Lesen meines Beitrages erstmal reflektieren sollen, bevor Sie auf den "Antworten"-button klicken und mir hier Dinge unterstellen, die so absolut nicht aus dem Post hervorgehen

Erstens habe ich mich (oute mich hiermit als Approbierter) in keinster Weise abfällig über PTA/PKA geäußert. Im Gegenteil, ich schätze deren für die meisten Apotheken unverzichtbare Arbeit sehr und ich kenne auch einige unterbezahlte Kräfte. Die (Unter?)bezahlung stand in meinem Beitrag aber gar nicht zur Debatte, sondern nur die KONSEQUENZEN dieser Unterbezahlung!

Und hier bleibe ich bei meinen Kernaussagen, welche ich Ihnen hier gerne nochmals prägnant wiederhole:

1. Die Politik verschweigt den mehr...

framo sagt:
05.09.2012 15:22

Lieber Peter K.

Wahrscheinlich haben Sie den Beruf verfehlt, wenn Sie denn Apotheker sein sollten. Ein Tipp: Herr Zwegat geht bald in Rente. Bewerben Sie sich doch als Nachfolger!

Peter K. sagt:
05.09.2012 13:41

Liebe Irmi, lieber Framo,
warum sollte das Ende des Apothekerdaseins als Unglück bezeichnet werden? Wie der junge Kollege es momentan schildert wäre es sicherlich eher als Befreiung anzusehen. Und warum kann ich den Beruf nicht wechseln. Das ist diese typische deutsche Verbortheit. Schauen sie doch mal über den Tellerrand.
Wenn ich Pech hatte oder schlechte Entscheidungen getroffen habe, dann muß ich Lösungen finden. Und eine ist halt die Insolvenz. Die andere wäre den Banken und den übrigen Glaübigern die Pistole auf die Brust zu setzen (natürlich nur im übertragenen Sinne)

framo sagt:
05.09.2012 11:36


Lieber Peter K.,

weil Sie als Mußkaufmann in eine Regelinsolvenz müssen. Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens gelten Sie nach dem Gesetz nicht mehr als unabhängig. Sie verlieren die Zulassung zum "Freien Beruf". Sie dürfen (auch als Angestellter) nicht mehr als Apotheker tätig sein. Keine BTM bearbeiten, kein Rezepturprotokoll unterschreiben, Keine Analyse anfertigen. Sollten Sie keine PTA-Ausbildung haben, dürfen Sie nicht mal in der Offizin Arzneimittel abgeben. Auch als Schöffe dürfen Sie nicht tätig sein.
Dieser Verlust der Approbation/Zulassung trifft auch Ärzte, Steuerberater, Anwälte etc.
Von wem Sie sich beraten lassen, ist Ihre Sache. Bei jeder Steuerberatungsgesellschaft und bei jeder Bank gibt es Gute und Plinsen.
Aber das mehr...

die irmi sagt:
05.09.2012 11:25

@peter k.: natürlich dürfen sie arbeiten. zwar einige jahre nicht mehr als apotheker, aber was soll's.
vielleicht sollte man sich ein wenig informieren (freiberufler und insolvenz), bevor man hier kollegen(?) ins unglück rät...

Peter K. sagt:
05.09.2012 11:13

Ja, wir bekommen noch einige Prozente auf Rx und reichlich auf Non-Rx. Nur wenn ich nicht in der Lage bin Verhandlungen mit geschulten GH-Mitarbeitern zu führen und vorher den Fehler begangen habe für eine Durchschnittsapotheke einen ideellen Wert von 25 Prozent des Nettoumsatzes zu bezahlen und mich womöglich von Pseudoberatern der Treuhand oder der Apobank betreuen lasse, dann bleibt in der Tat nicht mehr viel Hoffnung.
Übrigens, warum sollte ich nach einer Privatinsolvenz nicht mehr arbeiten dürfen....?

framo sagt:
05.09.2012 10:07

Das Leben geht weiter, lieber Peter K.?

Mit der Einleitung des Insolvenzverfahrens verliert der Apotheker seine Approbation. Also seinen Beruf. Genauer: seine Möglichkeit, mit seinem Wissen in seinem Beruf Geld zu verdienen.
Dazu natürlich die siebenjährige Wohlverhaltensphase, wenn das Gericht eine Restschuldbefreiung erteilt. Bedeutet: Abgane alles verdienten bis zur Pfändungsgrenze beim Insolvenzverwalter. 7 Jahre Leben als Hartzer. Eine gepflegte Insolvenz? Standortwechsel bei laufendem Mietvertrag (man muß ja bei Eröffnung/Kauf einen langfristigen MV vorlegen, sonst erhält man keine Betriebserlaubnis)? Bei Arbeitsverträgen nach deutschem Arbeitsrecht? usw.usw.
Ich weiß nicht, in welchem Jahrhundert Sie beim GH konditionen gedrückt haben und wo Sie das mehr...

Peter K. sagt:
05.09.2012 06:23

Vielleicht nicht ungeniert aber zumindestens ohne große Verantwortung in der Selbstständigkeit.
Der junge Kollege hat sich anscheinend von den Zahlen und der Treuhand Hannover blenden lassen. Verständliche Fehler am Anfang einer Laufbahn. Nur für ihn halt dumm gelaufen.
Wenn er durch Kostensenkung (Personal,Steuerbüro, EDV etc.)oder Einnahmeerhöhung (Verhandlung mit GH, Sprechstundenbedarf, Pflegeheim, Standortwechsel) nichts mehr ändern kann, was bleibt dann halt noch außer die Bude abzuschließen? Das Leben geht weiter.....

zurück 1234  nächste 

Kommentar abgeben:

Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz

 

 

Sie können die News auch als RSS-Feed abonnieren:

RSS-Feed Tagesnews Alle

RSS-Feed Tagesnews Wirtschaft

 

Hier finden Sie weitere Informationen zum RSS-Feed der DAZ.online.