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CompuGroup-Firmenchef Frank Gotthardt kauft Apothekensoftwarehaus. (Foto: CompuGroup)

CompuGroup-Firmenchef Frank Gotthardt kauft Apothekensoftwarehaus. (Foto: CompuGroup)

Apothekensoftware

CompuGroup setzt auf Apothekensoftware

Berlin - Die Koblenzer CompuGroup engagiert sich nach der Beteiligung an der Lauer-Fischer GmbH jetzt auch in den Niederlanden verstärkt auf dem Markt für Apothekensoftware. Dazu übernimmt die CompuGroup Medical das niederländische Softwarehaus Microbais Werkmaatschappij B.V.. Microbais ist einer der Marktführer bei Arzt- und Apotheken-Informationssystemen in den Niederlanden.

Mit der Beteiligung an der Lauer-Fischer GmbH hatte die CompuGroup erst im letzten Sommer ihre Position auf dem deutschen Markt für Apothekensoftware ausgebaut. Mit der Übernahme vergrößert CompuGroup Medical seinen Marktanteil in den Niederlanden auf etwa 45 Prozent bei Apotheken- und 15 Prozent bei Arzt-Informationssystemen. Im Rahmen der Transaktion erhält CompuGroup Medical zudem eine 51-prozentige Mehrheitsbeteiligung an MediPharma Online, einem Startup-Unternehmen im Bereich der Vernetzung zwischen Patienten und Apotheken.

Frank Gotthardt, Vorstandsvorsitzender der CompuGroup Medical AG, unterstrich in einer Presseerklärung die Bedeutung der Übernahme: „Nach erfolgreicher Akquisition von Ascon Euroned, der heutigen CGM Niederlande Ende 2010, ist der nun erfolgte Kauf von Microbais ein entscheidender Schritt zum Ausbau der Marktposition im Bereich der Apothekensoftwarelösungen in den Niederlanden. Gleichzeitig stärken wir unsere Reichweite im Bereich der Arzt-Informationssysteme. 

Der Kaufpreis beträgt nach Unternehmensangaben rund 15 Millionen Euro und wird aus Barmitteln und einem bestehenden Kreditrahmen finanziert. Für 2011 wird bei Microbais ein Umsatz von etwa 11,2 Millionen Euro erwartet sowie ein Gewinn von etwa 2,5 Millionen Euro. Microbais beschäftigt circa 90 Mitarbeiter und hat seine Zentrale in Amsterdam. Das Unternehmen zählt rund 475 Apotheken sowie 150 Arztpraxen zu seinen Kunden. Das entspricht etwa einem Marktanteil von 25 Prozent bei Apotheken und vier Prozent bei niedergelassenen Ärzten.

Die CompuGroup Holding AG ist nach eigenen Angaben eines der führenden international tätigen eHealth-Unternehmen mit einem Umsatzvolumen von 293 Millionen Euro und einem Gewinn vor Steuern von 59 Millionen Euro in 2009. Das Unternehmen mit Schwerpunkt im Gesundheitssektor ist Marktführer in Deutschland und den wichtigsten europäischen Ländern. Mit Hauptsitz in Deutschland und weiteren Standorten in 18 Ländern beschäftigt CompuGroup weltweit über 2.800 Mitarbeiter. 

Lothar Klein / 13.01.2012, 11:12 Uhr

Kommentare:

TAMO sagt:
16.01.2012 12:49

Wie zu hören ist, schließt Compugroup ein komplettes Callcenter für seine Winapo-Kunden. Und Optimismus hört man von LF auch überhaupt nicht mehr. Fragt sich, ob die Softwareentwicklung nicht auch noch weitgehend rasiert wird ...

WoHo sagt:
13.01.2012 18:28

Arme Apotheker. jetzt gibt es höhere Kosten, dafür weniger Leistung.
Die CGM kann auch nur aufkaufen und die Kunden und übernommenen Unternehmen ausbeuten. Was richtig Innovatives hat die CGM noch nie in die Welt gesetzt.

GeBo sagt:
13.01.2012 17:54

"mit einem Umsatzvolumen von 293 Millionen Euro und einem Gewinn vor Steuern von 59 Millionen Euro in 2009"

von solchen Gewinnen können Apotheken nur träumen, und wenn sie diese hätten, würden die Gewinne selbstverständlich sofort zu Gunsten der Versichertengemeinschaft abgeschöpft....

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