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Wirtschaft

Die Europa Apotheek Venlo freut sich über steigende Umsätze. (Logo: EAV)
Pick-up bleibt Nischengeschäft
Europa Apotheek Venlo freut sich über Umsatzplus
Berlin - Die Europa Apotheek Venlo vermeldet für 2011 ein kräftiges Wachstum: Gegenüber dem Vorjahr habe man den Umsatz um rund 15 Prozent auf über 250 Millionen Euro steigern können. Dieser verteilt sich auf die Europa Apotheek Venlo, die shop-apotheke.com sowie den Vertriebsweg über den Pharma Punkt in dm-Drogeriemärkten.
Die Zahl der Kunden wuchs nach Angaben der holländischen Versandapotheke binnen eines Jahres um rund 30 Prozent auf über 1,3 Millionen. Die meisten von ihnen – 750.000 – orderten ihre Medikamente direkt bei der Europa Apotheek Venlo. 500.000 bestellten über shop-apotheke.com, und 100.000 Kunden nutzten eine der 850 dm-Filialen, um ihre Bestellung aufzugeben. Erstmals hat die Europa Apotheek damit eine Zahl zur Nutzung der Pharma Punkte vorgelegt. Rein rechnerisch ergeben sich hieraus werktäglich rund 330 Kundenkontakte auf diesem Wege – pro Filiale kommt es somit nur etwa jeden dritten Tag zu einer Bestellung. Für die Europa Apotheek ist dies in der Gesamtschau dennoch kein Schaden. Das Unternehmen freut sich über monatlich durchschnittlich 2,2 Millionen Visits auf den Webseiten ihrer beiden Onlineapotheken.
Insgesamt, so meldet die Versandapotheke in ihrer Pressemitteilung weiter, wurden 2011 rund 3 Millionen Paketsendungen an Kunden versendet. Während die im Februar 2010 in die Europa Apotheek eingegliederte shop-apotheke.com – die primär auf jüngere Zielgruppen und Familien ausgerichtet ist – zu 95 Prozent rezeptfreie Medikamente verschickt, setzt die Europa Apotheek Venlo auf die Arzneimittelversorgung und Betreuung von Chronikern. Diese Ausrichtung habe dazu geführt, dass die Europa Apotheek inzwischen 85 Prozent ihres Umsatzes mit rezeptpflichtigen Medikamenten erwirtschafte. Die besondere Betreuung von chronisch Kranken startete 2009 mit einem Programm für MS-Patienten. In der Folge hat man sich auf die Beratung von Patienten mit Diabetes, Herz- und Gefäßkrankheiten, Arthritis, Asthma, chronischer Bronchitis und HIV spezialisiert. Programme für zwei weitere chronische Indikationsbereiche sollen laut Pressemeldung Anfang 2012 folgen.
Die ursprünglichen Räumlichkeiten am Firmensitz in Venlo sind bereits zu klein geworden – im letzten Sommer bezog man daher ein größeres Gebäude. Inzwischen beschäftigt das Unternehmen eigenen Angaben zufolge rund 400 Mitarbeiter. „Damit haben wir den Grundstock für ein weiteres gesundes Wachstum in den nächsten Jahren gelegt“, sagt Klaus Gritschneder, Mitgründer und Mitglied der Geschäftsleitung der Europa Apotheek Venlo.
Seit Mitte 2010 ist die Europa Apotheek Venlo in amerikanischen Händen. Seitdem gehört sie zu 100 Prozent der Medco Health Solutions, Inc.. Im Frühjahr 2008 hatte sich der US-Pharma-Benefit-Manager Medco zunächst eine Mehrheitsbeteiligung der holländischen Versandapotheke gesichert. Nunmehr steht Medco kurz davor, selbst übernommen zu werden: Der Wettbewerber Express Scripts hat bereits letzten Sommer ein Angebot unterbreitet. Die beiden Unternehmen sind sich auch einig – es steht jedoch noch die Genehmigung der US-Aufsichtsbehörde aus.
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Kirsten Sucker-Sket / 06.01.2012, 11:11 Uhr
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sven Larisch sagt:
07.01.2012 08:45Umsatz ist ja nicht gleich Gewinn- das sollte jeder Wissen.
Und bei den Schwerpunkten MS und HIV frage ich mich wieviel STeuergelder dem deutschen Staat entgehen, wenn die Niederländer die Medikamentenpreise für Deutschland abrechnen, aber die Mehrwertsteuer (7% wenn ich mich nicht irre) in den Niederlanden bezahlen. Gerade bei Hochpreisartíkeln ´verliert der deutsche Staat eine nette Summe. Nur weiter so und alle Medikamente werden so an den Mann und die Frau gebracht. Für den Patienten klasse- der wirft der Krankenkasse nicht noch Geld hinterher, da er ja Gutscheine über seine Zuzahlungen bekommt. Könnten die deutschen Apotheker auch leisten, wenn sie 12% Spanne an einem 3000 Euro Artikel hätten! Haben wir aber nicht! 3% plus 6,05 Euro ist die Wahrheit. Viel Spass mit der mehr...
Gunnar Müller / Detmold sagt:
06.01.2012 19:01"Pick-up bleibt Nischengeschäft"......??!
Wer solche bescheuerten weil verharmlosenden headlines schreibt, ignoriert die Symptome des sich hier seit langem abzeichnenden "Dammbruches" und suggeriert ALLEN Lesern:
"Ist doch garnicht so schlimm ......"
Das Gegenteil ist der Fall - und jede Verniedlichung des aus meiner Sicht ungesetzlichen pick-ups, der ungesetzlich ausbleibenden Beratung und der ebenso ungesetzlichen Belieferung von GKV-Rezepte aus dem Ausland ist ein moralischer Tiefschlag gegen die Berufsauffassung deutscher Apotheker/innen.
Ist DAZ.online etwa bereits der Flach-Diskussion erlegen??