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Wirtschaft

Forschende Pharma-Unternehmen

Hagen Pfundner neuer vfa-Vorsitzender

Berlin - Der Verband Forschender Pharma-Unternehmen (vfa) hat einen neuen Vorstandsvorsitzenden: Gestern wählte der Vorstand Dr. Hagen Pfundner einstimmig zum Nachfolger von Prof. Dr. Wolfgang Plischke. Der Pharmazeut Pfundner ist Vorstand der Roche Pharma AG Deutschland und Geschäftsführer der Roche Deutschland Holding GmbH.

Plischke (Vorstand Bayer AG) kandidierte nach vierjähriger Amtszeit nicht erneut für den Vorsitz. Er verabschiedete sich am Mittwochabend im Rahmen der öffentlichen Mitgliederversammlung des vfa und wünschte Pfundner sowie der Hauptgeschäftsführerin des Verbandes Birgit Fischer und ihrem Team viel Erfolg für die kommende Zeit. Diese wird angesichts der langsam anlaufenden Neuregelungen durch das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) für die forschenden Hersteller sicher nicht immer einfach sein. Plischke hielt es mit Goethe: „Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen“ – und wünschte seinem Nachfolger „viel Spaß beim Bauen“.

Pfundner dankte dem Vorstand und insbesondere Plischke für das entgegenbebrachte Vertrauen. Auch in Zeiten der Frühen Nutzenbewertung sei er bereit sich mit all seinen Erfahrungen einzubringen. Pfundner studierte in Freiburg Pharmazie. Anschließend war er drei Jahre als wissenschaftlicher Assistent an den Universitäten Marburg und Köln beschäftigt und promovierte dort. Direkt im Anschluss, 1992 stieg er bei Roche ein – damals noch Hoffmann-La Roche. Er war für das Unternehmen in unterschiedlichen Positionen in verschiedenen Ländern tätig: Nach dem Einstieg in Deutschland zog es ihn in die Schweiz, nach Kanada und nach Schweden. Seit 2006 ist er Vorstand in Deutschland.

Der neue vfa-Chef sieht durch das AMNOG eine „Zeitenwende“ gekommen. Er akzeptiere die Richtung, die die Bundesregierung mit der Einführung der Frühen Nutzenbewertung und der Verhandlung von Erstattungsbeträgen eingeschlagen habe. Obgleich er durchaus Gefahren für die Zukunft von Innovationen sieht: Wenn nur „einige wenige, aber dringend notwendige Korrekturen“ an der bestehenden Gesetzes- und Verfahrenslage vorgenommen werden, sei er überzeugt, dass „Innovationen in Deutschland rasch den Patienten zugute kommen, die Kostenentwicklung im Arzneimittelmarkt überschaubar bleibt und die forschende Pharmaindustrie in Deutschland ihre Heimat behält.“ Pfundner ließ keinen Zweifel daran, dass er den Kurs des Verbands, der seit einigen Monaten die Kooperation beschwört wie nie zuvor, fortsetzen werde. Auch wenn die pharmazeutische Industrie „nicht uneingeschränkt geliebt sei“ – für die Menschen sei sie wichtig, vor allem wenn sie in Not sind. Es lohne sich daher, sich für diese Industrie einzubringen, betonte Pfundner.

Kirsten Sucker-Sket / 01.12.2011, 09:41 Uhr

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