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Vorerst keine BtM-Retaxationen durch die Novitas BKK.

Vorerst keine BtM-Retaxationen durch die Novitas BKK.

BtM-Rezepte

Novitas stoppt Retaxationen - vorerst

Duisburg - Die Novitas BKK nimmt in den Auseinandersetzungen mit den Apothekerinnen und Apothekern um die BtM-Retaxationen den Druck raus. Wie von der Pressestelle der Krankenkasse zu erfahren war, wird die Novitas BKK keine Betäubungsmittelrezepte aus dem laufenden vierten Quartal 2011 retaxieren.

Wir werden in den nächsten Wochen die Prüfungen und ggf. Retaxierungen von BtM-Rezepten bis einschließlich September 2011 abschließen und auswerten. Dies habe man auch den Apothekerverbänden Nordrhein und Westfalen bereits im Oktober mitgeteilt.

„BtM-Rezepte aus den Monaten Oktober, November und Dezember 2011 werden wir zwar stichprobenartig prüfen, aber grundsätzlich nicht retaxieren“, so der Pressesprecher der Novitas BKK gegenüber DAZ.online. „Wir hoffen, dass die betroffenen Apotheken ihre Prozesse bis Anfang 2012 so umstellen, dass es zu keinen Retaxierungen mehr kommt. Ab Januar planen wir wieder vollständige Prüfungen.“

Peter Ditzel / 22.11.2011, 15:54 Uhr

Kommentare:

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Apatsche sagt:
26.11.2011 14:48

Noch 'ne Petition gefällig?:

Der Bundestag möge beschließen:
"Den Gesetzlichen Krankenkassen ist es untersagt, zur Abrechnungsprüfung fremde Unternehmen zu beauftragen."

Ceterum censeo becacam novitam esse delendam

Apotheker B sagt:
23.11.2011 20:07

@Apatsche: Wieder mal ein super Kommentar,
nur die Arbeitskosten in Höhe von 45,00€ müssen je nach Aufwand variabel gestaltet werden.

@Pillenliesel: Ich glaube wir sollten besser alle auf unseren gesunden Menschenverstand vertrauen, auch auf den der Ärzte, und im Gegenzug dieses schwachsinnige bürokratische Phlegma nicht so ernst nehmen, wie die kranken Kassen versuchen es uns einzureden.
Das, "gemäß schriftlicher Anweisung", hat für mich z.B. überhaupt keine Aussage. Schreibt der Arzt Formulierungen wie: "Dosierungsanleitung erhielt der Patient schriftlich", wäre einleuchtend ,akzeptabel und logisch.
Also, weg mit der blödsinnigen Vorgabe und den Verstand einschalten. Wenn es Unklarheiten gibt; Rückruf zur Praxis und Korrektur auf mehr...

Christian Springob sagt:
23.11.2011 17:37

Das eigentliche Problem zieht sich wie ein roter Faden durch alle Branchen: in Deutschland gibts leider zu wenig Menschen. Menschen, die den klaren Verstand walten lassen, die die übrigen Menschen respektieren, samt deren Leistungen. Als Apotheker fühle ich mich unglaublich erniedrigt, tagtäglich bugsiert man den Karren durch stetig holpriger werdendes Gelände und dann sitzen am Straßenrand noch Hohlbirnen von der Novitasguerilla, die mit der Schrotflinte wild draufballern.

Drinhaus sagt:
22.11.2011 20:27

Wir brauchen keine "Weihnachts-Friedenspficht" sondern klare Vorgaben, wann wir den Patienten versorgen dürfen und wann nicht, weil minimale Formabweichungen wichtiger sind und vorab geklärt werden müssen!

Wir brauchen eine entsprechende Info der betreffenden BKKen an die Ärzteschaft! Die "Retaxpause" wird doch sicher dafür genutzt, oder ?

Und auch die Patienten der retaxierenden BKKen sollten sich auch im letzten Quartal sicher fühlen können.

CRedmann sagt:
22.11.2011 20:03

Mh... ich glaube nicht, dass das Ganze so einfach aufhören wird. Seitens der Kassen wurde da eine Büchse der Pandora aufgemacht, bereit jederzeit, wenn das Geld knapp wird, wieder geöffnet zu werden und alle Welt springen zu lassen.

Verband und Basis müssen JETZT nachspringen und dürfen nicht auf goodwill friedlich einlenken.

Das wäre ein absolut falsches Signal an die Kassen. Es wäre für zukünftige Aktionen der Leistungsträger nur noch befördernder, gäben wir uns jetzt auf diese doch gönnerhaft formulierte Meldung der Novitas, kulant und milde.

Apatsche sagt:
22.11.2011 18:52

Wie wäre es mit einer Petition:

"Der Bundestag möge beschließen:
1) Gesetzliche Krankenkassen dürfen Apothekenrechnungen maximal um den Netto-Betrag je Abrechnungszeile des Apothekenhonorars kürzen, der sich aus §3 AMPreisV ergibt.
2) Apotheken, deren Rechnungen von Gesetzlichen Krankenkassen zu unrecht gekürzt wurden, sind berechtigt, für jeden unrechtmäßigen Kürzungsvorgang Arbeitskosten in Höhe von 45,00 € einzufordern.
3) Gesetzliche Krankenkassen, die geringfügige formale Unregelmäßigkeiten in ärztlichen Rezeptverordnungen nutzen, um Leistungserbringer zu schikanieren, werden vom Bundesversicherungsamt auf Antrag der Spitzenorganisationen der Leistungserbringer mit Strafgeldern bis zu 2.500.000 € pro Jahr belegt."
mehr...

Silke Hans sagt:
22.11.2011 18:28

Na vielleicht hat der Verband sich bis dahin ja mal vertragsüberarbeitend gemuxt und springt endlich deutlicher in die Bresche???

ApothekeralleinzuHaus sagt:
22.11.2011 18:01

Kann der Pressewart der BKK Novitas überhaupt noch in den Spiegel schauen? Wenn mein Chef mir so einen Scheiß vorgeben würde, dann würde ich dagegen rebellieren.
Die haben Muffen vor der Ärzteschaft und wollen sich außerdem auf unsere Kosten noch mal die Taschen voll machen...

Pillenliesel sagt:
22.11.2011 17:58

Die Prozesse unstellen ? Die Apotheken ?
Wie geht das bitte ? Ausser Nichtbelieferung bei unkorektem Rezept ?
Halloooo, der Arzt ist Aussteller der Urkunde...
Was für ein hochnäsiger Duktus...
Liebe Novitas, sag doch den DOCTORES einfach, dass sie ihre Arbeit schlicht und ergreifend richtig machen müssen.
Was ist das für eine miese Qualität in der Medizin, wenn nicht mal ein primitives Rezept richtig ausgestellt werden kann?
Wir wuppen täglich korrekt unermüdlich Rabattschachtelpackungsgrößennichtlieferbarkeitmix und unsere lieben, milliardenverwöhnten Heilberufskollegen sind schon mit BTM-rezept überfordert???
Krieg ich dann an Ende auch mal die Spritze, die für jemand anders bestimmt war, oder sind die Blutergebnisse doch nicht die meinen?

dietmar frensemeyer sagt:
22.11.2011 17:21

Was ist das für eine Verblödungen der Apotheker ?
1. ist ja jetzt jeder gewarnt,
2. sind die hinterhältigen Prüfungen samt Forderungen ja bilanzschönend verbucht und offensichtlich aussreichend
3. ist die "Arzneimittelsicherheit" ab sofort nicht mehr so wichtig ??????

Fazit: die Novitas lässt nach 12 Jahren eine "wissenschftliche" Studie über die mangelhafte Verschreibungsweise der Ärzte erstellen mit Vermögenschaden in Millionenhöhe für die ahnungslosen und grundsätzlich unbeteiligten Apotheker.
In ihren FAQ liest sich das anders. Da wird behauptet, man wolle die Apotheker mit Geld = Verlusten dazu erziehen, ihre Kontrollfunktion besser wahrzunehmen. Warum kürzt die Novitas die Beträge nicht bei den Vergütungen der Ärzte ? mehr...

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