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Bei Stada geht es heute auf und ab. (Foto: Stada)

Bei Stada geht es heute auf und ab. (Foto: Stada)

Stada

Serbische Regierung lenkt ein

Bad Vilbel - Stada kann etwas aufatmen: Heute Vormittag sei das Unternehmen von der Botschaft der Republik Serbien in Deutschland darüber informiert worden, dass die serbische Regierung gestern eine Patronatserklärung für die Bezahlung von Lieferungen von Medikamentenherstellern an staatliche Stellen abgegeben hat. Stada war in den ersten neun Monaten wegen Forderungsausfällen in Serbien unerwartet in die roten Zahlen gerutscht.

Nach der serbischen Patronatserklärung will Stada nun prüfen, ob ein Teil der wertberichtigten Forderungen noch bedient werden und dann wieder zugeschrieben werden kann, sagte Finanzvorstand Helmut Kraft am Donnerstag. Zuvor hatte er die Zahlen für die ersten drei Quartale 2011 vorgelegt. Die Aktie reagierte mit einem Kurssprung: Vor der Mitteilung der Serben lag das Papier etwa zwei Prozent im Minus und sprang dann in der Spitze bis auf fast 10 Prozent ins Plus.

Der Patronatserklärung ist laut Stada zu entnehmen, dass die Regierung binnen 14 Tagen Gespräche mit Vertretern der Pharmaindustrie aufzunehmen beabsichtigt. Dabei soll die Struktur der Verbindlichkeiten und die Bedingungen für die Begleichung der laufenden offenen Forderungen geklärt werden. Die Mitteilung aus Serbien unterstreiche die eigene Einschätzung, wonach Serbien sich in den kommenden Jahren positiv entwickeln werde, teile Stada mit. Der Konzern bezifferte die außerplanmäßigen Abschreibungen auf die Forderungen gegen serbische Großhändler im dritten Quartal auf knapp 97 Millionen Euro. Serbien gehört für das hessische Unternehmen Hessen zu den wichtigsten Märkten und Produktionsstandorten. Stada hatte im Herbst 2010 bereits Forderungen im Umfang von fast 30 Millionen Euro dort abgeschrieben. Um das Problem in den Griff zu bekommen, hatte das Unternehmen die Führungsriege der Tochter Hemofarm ausgetauscht.

 

dpa/DAZ.online / 10.11.2011, 16:35 Uhr

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