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Wirtschaft

Mediq wird 100-prozentiger Gesellschafter der Kohl-Tochter assist GmbH. (Foto: Mediq)
Kohl verkauft
Mediq übernimmt assist
Merzig - Die Kohl-Gruppe verkauft ihren Homecare-Ableger assist an die niederländische Mediq AG. Mediq ist einer der größten Anbieter von medizinischen Produkten, Arzneimitteln und Dienstleistungen – zudem betreibt das Unternehmen ein Apothekenkette in Holland. Wie Kohl mitteilte, wurde der notarielle Vertrag über den Verkauf 100 Prozent der Anteile am 9. November unterzeichnet. Das Kartellamt muss den Vertrag noch genehmigen.
Im Management und dem sonstigen Personal soll sich bei dem Merziger Unternehmen nichts ändern. Die langjährigen Geschäftsführer Thomas Reimringer und Thomas Ollinger werden dem Unternehmen auch für die weitere Expansion auf dem deutschen Markt zur Verfügung stehen, so Kohl. Zudem blieben die bisherigen Gesellschafter der assist über bestehende Kooperationen dem Unternehmen eng verbunden. Auch der Standort Merzig bleibt erhalten und soll sogar ausgebaut werden.
Edwin Kohl, Vorstandsvorsitzender Kohl-Medical AG und bislang noch Mehrheitsgesellschafter von assist, erklärte, dass assist sich in den letzten 20 Jahren zu einem der führenden Unternehmen auf dem deutschen Homecaremarkt entwickelt habe. „Um das weitere strategische und internationale Wachstum zu beschleunigen, haben wir uns entschieden, für die assist einen neuen Gesellschafter zu suchen. Mit Mediq haben wir uns für ein Unternehmen entschieden, das all unsere Erwartungen erfüllt“.
Mediq wurde 1899 als pharmazeutischer Großhandel gegründet – mittlerweile ist die börsennotierte Unternehmen in 15 Ländern aktiv. Mediq beliefert auch Krankenhäuser, Ärzte, Pflegeheime sowie Patienten direkt mit Arzneimitteln und medizinischen Produkten. Zudem betreibt das Unternehmen die größte Apothekenkette in den Niederlanden mit 227 Niederlassungen. Mediq ist in Deutschland bereits m Markt für Diabetesprodukte vertreten. Mit der Beteiligung an der assist erfolgt nun ein breiter Eintritt in den deutschen Homecaremarkt.
Kirsten Sucker-Sket / 10.11.2011, 10:13 Uhr
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