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Novartis liefert, aber zu niedrigeren Skonto-Konditionen.
Antwort von Novartis
Belieferung ja, aber zu den eigenen Konditionen
Nürnberg - Jetzt hat sich Novartis zu Wort gemeldet: Die Pharmagroßhandlung Gehe wird beliefert, aber nur zu den neuen, sprich niedrigeren Skonto-Konditionen. Der Pharmahersteller will damit die niedrigen Skonto-Konditionen am Markt durchsetzen – mit weiteren Konsequenzen für Apotheken.
Wie das Unternehmen in einem Statement mitteilt, werde „selbstverständlich der vollversorgende Großhandel und damit auch Gehe weiter gemäß unserer gültigen Zahlungsbedingungen beliefert“. Damit komme man der gesetzlichen Verpflichtung nach.
Die Änderung der Skontobedingungen versucht das Pharmaunternehmen mit einer „Optimierung“ der Prozesse mit seinen Partnern im Großhandel zu begründen. Wörtlich heißt es im Statement von Novartis: „Zu den neu geschnürten Paketen gehört unter anderem auch eine Anpassung von zum Teil viele Jahre alten Skonto-Regelungen. Diese Regelungen waren nicht mehr zeit- und marktgemäß. Daher haben wir mit unseren Partnern im Großhandel schon seit Monaten über eine zeitgemäße Anpassung gesprochen. Andere Unternehmen im Pharmagroßhandel bestellen zu den aktuell gültigen Zahlungsbedingungen und werden beliefert. Mit den neuen Konditionen gewähren wir unseren Partnern aufs Jahr hoch gerechnet einen Zinsvorteil, der ein Mehrfaches des aktuellen Marktzinses beträgt.“
Im Klartext: Der Großhandel hat die neuen und niedrigen Skonto-Konditionen zu akzeptieren. Für den Großhandel bedeutet dies, dass er weniger Skonto an seine Kunden, die Apotheken, weiterreichen kann. Sollte das Novartis-Beispiel Schule machen, kommen erneute Belastungen auf die Apotheken zu.
Lesen Sie hierzu auch:
Novartis beliefert Gehe nicht mehr
Peter Ditzel / 10.11.2011, 12:28 Uhr
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rudo sagt:
12.11.2011 20:55Hier ist Solidarität aller ApothekerInnen gefragt. Wehren wir uns durch Auslistung. Wer 3,4 Milliarden Gewinn macht, muß Widerstand bei Skontokürzung spüren. Deutsche Apotheker waren schon oft erfolgreich: Lichtwer, Novo Nordisk etc.
Gemeinsam sind wir stark.
Pillenliesel sagt:
12.11.2011 09:00Der Großhandel hilft uns - wir helfen dem Großhandel. Und damit uns. Wenn der N.- OTC-Umsatz sinkt---NUR diese Sprache versteht die Konzernleitung!
Und die gespannt wartenden Mitbewerber auch.
Müssen sie halt ein bisschen Schwarzkohle für ihre Hinterzimmer-Kassenrabatte opfern.
Wir hätten die Macht und die meisten wissen das gar nicht.
Apotheker B sagt:
12.11.2011 00:52Wo ist das Problem???
Gewisse Produkte, raus aus der Sichtwahl.
E-Mail an die Firma, mit viel Unmut.
Sinnvolle Ersatzpräparate gibt es en Masse.
Insbesondere für Zusatzverkäufe.
Nicht, entweder oder, sondern, entweder und oder.
Oder,Sie werden bald merken, liebe Apothekerin, das morgen heute gestern ist. Denn die Ecke des Kaninchens wird so, auf Dauer immer kleiner.
Und die freie Marktwirtschaft?!.....
Ich sag nur RX-Planwirtschaft!
Ich sehe das mal so; wenn die Firmen genug finanzielle Kapazitäten haben um bei den kranken Kassen die Klinken zu putzen, womit sie dann die Rabattverträge verifizieren, dann muss es auch noch dafür reichen, für seine Kunden vernünftige Skontobedingungen zu schaffen.
Wie gesagt, immer alles und an mehr...
Pillenliesel sagt:
11.11.2011 14:57@Dr. Richert, Apothekerin:
da streiten Heilberufler und Kaufmann.
Und den Heilberufler kann man sich nur (noch )leisten, wenn der Kaufmann am Ball bleibt. Und im Einkauf liegt der Gewinn !
Apotheker sagt:
10.11.2011 19:03Novartis zeigt halt, wie man Marktmacht auszunutzen versucht. Andere werden versuchen zu folgen. Hoffentlich zeigen die Großhändler hier Stärke und lassen sich diese Unverschämtheit von Novartis nicht bieten. Zum Glück ist es ja niemand verwehrt, für Novartis-Produkte Alternativen zu suchen (vor allem bei OTC), solange, bis der Umsatzrückgang einen größeren Gewinnrückgang bei Novartis erzeugt, als die Skontoersparnis dem Konzern bringt. Denn Betriebswirte kapieren nur diese Sprache.
Dr.Richert sagt:
10.11.2011 13:29@Apothekerin: zeitaufwendige Zusatzverkäufe stehen in keinem Verhältnis zu den Lohnkosten!!! Renditegeschäfte laufen über Rabattierung und Skonti!!! Wenig Aufwand, große Marge! Also lethargische Ansichten ablegen und zeitgemäß reagieren!
Apothekerin sagt:
10.11.2011 12:53Das ist freie Marktwirtschaft! Warum regen sich alle über die Anpassung der Konditionen in der Pharmabranche auf? Das ist Alltag in der Wirtschaft. Regen Sie sich doch nicht über solche Kleinigkeiten auf. Mobilisieren Sie lieber Ihre Angestellten zu umfassender Beratung und sinnvollen Zusatzverkäufen. Das machen Bäckereien, Tankstellen und Bekleidungsindustrie schon seit langer Zeit mit großem Erfolg. Raus aus der Lethargie!
Pillenliesel sagt:
10.11.2011 12:45Jetzt müsste jeder Apotheker in D wissen, was er zu zun hat, bevor das Schule macht.
OTC inklusive.