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Apotheker haben weniger im Geldbeutel - sie gehören zu den Verlierern beim Vergleich der Gehälter. (Foto: Bilderbox)

Apotheker haben weniger im Geldbeutel - sie gehören zu den Verlierern beim Vergleich der Gehälter. (Foto: Bilderbox)

Focus-Gehaltsreport

Apotheker gehören zu den Verlierern

München/Hamburg - Das Magazin Focus hat 100.000 echte Gehaltsdaten von 150 Berufen untersucht. Der Report zeigt: Handelsvertreter, Piloten und Wirtschaftsprüfer sind die großen Einkommensgewinner. Die Apotheker gehören zu den größten Verlierern der vergangenen Jahre.

In manchen Branchen sind die Gehälter um bis zu 34 Prozent eingebrochen. So mussten beispielsweise auch Hoteliers, Zahntechniker und Fotografen laut Focus-Gehaltsreport starke Einbußen hinnehmen.

Laut Focus-Report gehören auch Apotheker zu den größten Verlierern der vergangenen Jahre (minus 24 Prozent der Einkünfte). „Therese Luise Wesemann, 62, Betreiberin der Burg-Apotheke im unterfränkischen Gössenheim, stemmt sich verzweifelt gegen ein Abrutschen in die roten Zahlen“, schreibt Focus als Beispiel. Und weiter: „Von Januar bis Juli 2011 erlöste Wesemann 787 400 Euro (Vorjahreszeitraum: 837 700 Euro). Davon blieben ihr nach Abzug der Betriebskosten vor Steuern nur noch 15 200 Euro (Vorjahr: 17 800 Euro). Auf Dauer lohnt es sich nicht, für dieses Gehalt jeden Tag in der Apotheke zu stehen. Die Gründe für den Niedergang sieht Wesemann in der Konkurrenz durch Internet- und Versandhändler sowie in den Spargesetzen. Jetzt sollen naturheilkundliche Angebote helfen, ihren Verdienst auf normales Angestelltenniveau zu hieven.“

Die Studie, erstellt von der Hamburger Statista GmbH, vergleicht monatliche Bruttoeinkünfte ohne Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld. Bei Selbstständigen dient der monatliche Gewinn vor Steuern als Basis.  

 

Peter Ditzel / 07.11.2011, 11:43 Uhr

Kommentare:

Praktiker sagt:
08.11.2011 13:24

Zustimmung Apotheker 55!
Die neuen Großhandelskonditionen für 2012 werden alles verändern!!!
Ergo:Wie lange bleiben Präsenzapotheker
Opferlämmer?
Wie langen leisten wir uns so einen DAV?

Apotheker55 sagt:
08.11.2011 12:32

soeben erhalte ich die neuen Großhandelskonditionen. Die bedeuten, dass ich schon wieder auf 25% des verbliebenen Gewinns verzichten soll.
Wer in Deutschland würde das akzeptieren? Doch nur Apotheker, oder?
Statt einer Anpassung, die endlich fällig wäre, wird immer nur gekürzt.

Reinhard Bangert sagt:
08.11.2011 10:13

Erstaunlich, dass der FOCUS so etwas bringt, da es ja gar nicht mehr das gängige Vorurteil von den "Apothekerpreisen" bedient ...
Zum erwähnten Zahlenbeispiel:
auf das ganze Jahr gerechnet beträgt allein die Umsatzeinbusse 86.000 Euro, hieraus resultiert etwa 20.000 Rohertragsverlust. Hinzu kommt insbesondere bei rezeptlastigen Apotheken ein ähnlich hoher Verlust durch massiv verschlechterte Rahmenbedingungen wegen des AMNOG. Das wären bereits 40.000 weniger gegenüber dem Vorjahr! Und wenn man kaum noch Kosten durch Personalabbau usw. sparen kann, schlägt dies 1:1 auf den "Gewinn" des Unternehmers durch!
Dass ein dem Risiko entsprechender Unternehmerlohn erwirtschaftet werden kann UND noch die im Beitrag genannte Summe von übers Jahr hochgerechnet mehr...

pillenmehrwert sagt:
08.11.2011 08:41

@Pillendreherin:
ohne das genannte Beispiel konkret zu kennen, gehe ich davon aus, dass Sie mit Ihrer Vermutung schwer auf dem Holzweg sind. Vermutlich sind Sie nicht selbsttständig oder müssen sich zumindet (noch) nicht mit der traurigen betriebswirtschaftlichebn Realität auseinandersetzen.
Der "reine Gewinn" nach Abzug eines (womöglich noch angemessenen) "Unternehmerlohns"?...Hihi... der zu den Betriebskosten gerechnmet wird?...huahuahua!!!
Falls ich bezüglich Ihrer beruflichen Sitauation schief liegen sollte, verraten Sie mir doch bitte Ihren Steuerberater, der das auch noch beim Finanzamt durchbekommt. Ich wechsle sofort!
Es sind genau diese schiefen Vergleiche mit dem Gewinn-Begriff in Kapitalgesellschaften, die uns Einzelkaufleuten mehr...

pillendreherin sagt:
07.11.2011 21:19

Wie hoch ist in dem genannten Beispiel der Unternehmerlohn, der zu den Betriebskosten gerechnet wird?
Der genannte Betrag dürfte der reine Gewinn sein, oder??
Mal abgesehen davon, dass man als angestellter Akademiker in der öffentlichen Apotheke kaum mehr als 48000 € nach akt. Tarif verdienen kann inkl. 13 Monatsgehalt, aber wovon sollten die Arbeitgeber auch mehr zahlen unter diesen unsäglichen Bedingungen. P.S. Eine Aufenthaltserlaubnis für qualifizierte Ausländer gibt es nun erst ab 48000€/Jahr.
D.h. ein junger Apotheker mit 3000€uro im Monat hätte keine Chance in Deutschland arbeiten zu dürfen....

Elisabeth Jedamzik sagt:
07.11.2011 15:50

Können die Politiker jetzt noch immer offiziell behaupten, es lägen keine konkreten Zahlen vor ????
Und wenn : es kommt ihnen gerade recht.
Stirb schneller, Apotheker.
Wir haben keine Macht und kein Druckmittel und keine Interessenvertreter, um unsere Anliegen durchzusetzen, deshalb müssen wir von den Krümeln leben, die übrig bleiben, wenn andere sich sattgefressen haben.
Und selbst die sind uns nicht mehr vergönnt.
Ich habe es sooo satt.

weis_rheingau sagt:
07.11.2011 15:44

Der größte Feind des Apothekers, ist der Apotheker. Die freundlichen Kassen und die "ach" so umsorgende Politik lassen die Bereinigung bei den kleinen Apotheke laufen und drehen die Stellschrauben immer enger.Irgendwann gibt´s wieder kleine Apotheken und das Spiel geht weiter. ....in nicht zu weiter Zukunft gibt es dann nur noch die Medco´s.

Dietmar Frensemeyer sagt:
07.11.2011 15:16

......und WOLF&BECKER blicken STUMM auf dem ganzen Mist herum

Apotheker55 sagt:
07.11.2011 14:14

das ist genau das, was die Politiker wollen. Weg mit den Apothekern.Was übrig bleibt, wird weiter ausgepresst.

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