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Ende: Celesio steigt aus dem Joint Venture mit Medco wieder aus. (Foto: Celesio)
Medco Celesio Joint Venture
Joint Venture Medco: Celesio steigt aus
Stuttgart - Jetzt ist es offiziell: Der Stuttgarter Pharmakonzern Celesio steigt aus dem Joint Venture mit dem US-Healthcare-Unternehmen Medco nach nur zehn Monaten wieder aus. Das teilte Celesio soeben in einer Erklärung mit.
„Die Celesio AG und Medco Health Solutions, Inc., haben sich darauf verständigt, ihre Zusammenarbeit bei Angeboten für chronisch kranke Patienten zum 30. September 2011 zu beenden. Die Celesio AG verkauft ihren 50-prozentigen Anteil an dem 2010 gegründeten Joint Venture Medco Celesio B.V. an Medco Health Solutions, Inc. Über den Verkaufspreis und Details des Vertrages vereinbarten beide Unternehmen Stillschweigen“, heißt es in der Mitteilung.
Medco International, ein Unternehmen der amerikanischen Medco Health Solutions und mit Sitz in Amsterdam, werde alle Geschäftsaktivitäten des Joint Ventures fortführen. Auch Celesio sei nach wie vor fest davon überzeugt, dass es einen großen Bedarf in ganz Europa gebe, die Gesundheitsversorgung von Patienten mit chronischen oder komplexen Krankheiten zu verbessern. Da Celesio in diesem Bereich gute Wachstumsperspektiven sehe, würden die dort bestehenden Geschäftsaktivitäten fortgeführt.
Das mit vielen Hoffnungen und Erwartungen zu Jahresbeginn gestartete Joint Venture zwischen Celesio und dem US-Healthcare-Konzern Medco ist damit beendet. Bereits seit Wochen deuten die Anzeichen auf einen Schlussstrich unter das Gemeinschaftsunternehmen. Bei der Vorstellung der Celesio-Halbjahresbilanz hatte Übergangsvorstandschef Wolfgang Mähr vieldeutig gesagt: „Wir befinden uns in der Diskussion, was der Zusammenschluss Medco/Express Scripts für das Joint Venture Medo Celesio bedeutet“. Denn „die Anlaufverluste“, so Mähr, „sind weiterhin hoch.“
Mit beigetragen zur Auflösung hat zudem die geplante Medco-Übernahme durch den US-Gesundheitskonzern Express Scripts. Die Express Scripts Manager wollen das Geschäft auf den Heimatmarkt USA konzentrieren.
Aus Branchenkreisen war schon vor Wochen zu erfahren, dass das Medco Celesio Joint Venture in Deutschland nicht vorankommt. Neben der BIG Direkt hatte es Medco Celesio nicht geschafft, eine weitere Krankenkasse für das Modellprojekt Arzneimittelmanagement zu gewinnen. Schwierigkeiten bereiteten offenbar auch Unterschiede in der Unternehmenskultur.
Als erste Reaktion auf das Aus der Medco Celesio-Zusammenarbeit sagte BIG Direkt-Sprecherin Sabine Pezely zu DAZ.online: „Für uns ändert sich dadurch nichts.“ BIG Direkt halte am Angebot des Arzneimittelmanagements für seine Versicherten fest.
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Lothar Klein / 27.09.2011, 08:45 Uhr
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Dr. Peter Post sagt:
28.09.2011 10:31Nun ist also medco raus aus dem Medikationsmanagement. Ist die ABDA schon drin? Oder genügt es den Apothekern, die Nichtlieferbarkeit von Rabattarzneien zu dokumentieren?
Gunnar Müller / Detmold sagt:
27.09.2011 18:55Augen offenhalten:
Auch wenn sich Celesio aus taktischen Erwägung (GEHE) zurückzieht, "MEDCO und Co." werden solange nicht locker lassen, wie der Gesetzgeber Versand-"Apotheken", pick-up, homecare und PBM nicht EINDEUTIG und GESETZLICH unterbindet !
Wir wollen keine "amerikanischen" Verhältnisse in Deutschland............
SIE sind - nach wie vor - am Zuge, Herr Bahr !
Setzen Sie endlich Zeichen !
Bernhard sagt:
27.09.2011 11:38da wurde wiedermal viel Geld verbrannt.
Schade dass Manager nicht für ihre fehler persönlich haften müssen.
aber die angestellten und kunden übernehmen so was ja gerne