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Hessens Gefängnisse suchen eine neue Apotheke. (Foto: Bilderbox)

Hessens Gefängnisse suchen eine neue Apotheke. (Foto: Bilderbox)

Ausschreibung

Hessens Gefängnisse suchen neue Apotheke

Berlin - Für die 20 hessischen Gefängnisse sucht die Verwaltung der Landesjustizanstalten per europaweiter Ausschreibung eine neue Apotheke als Generallieferant für alle rezeptpflichtigen Arzneimittel. Der neue Liefervertrag hat einen Wert von circa 1,25 Millionen Euro pro Jahr und soll am 1. Januar 2012 starten. Der Liefervertrag ist auf vier Jahre befristet.

Die Ausschreibungsunterlagen können beim Hessischen Competence Center für Neue Verwaltungssteuerung (HCC) angefordert und müssen bis zum 20. Oktober 2011 eingereicht werden. Der Zuschlag soll an eine Apotheke als Generallieferant vergeben werden. „Sofern der Auftragnehmer diese Leistung nicht mit firmeneigenem Personal erbringen kann, ist er berechtigt, seiner Anstellungsverpflichtung im Sinne dieses Vertrages auch insoweit nachzukommen, dass er Unterauftragnehmer auf seine Rechnung und seine Kosten einsetzt“, heißt es in der Ausschreibung.

Auch das Bilden von Bietergemeinschaften ist möglich. Für die Lieferung kann auch die Deutsche Post AG eingeschaltet werden, sofern dies vorab von der Apotheke angezeigt wird.

Die Lieferung der Arzneimittel in die Gefängnisse muss Hessen weit innerhalb von 24 Stunden nach Bestellung der Arzneimittel erfolgen. Die Bestellung kann Montag bis Freitag bis 10 Uhr vormittags erfolgen.

Ausgenommen vom Exklusivliefervertrag sind „Notfallarzneien“, die in dringenden Fällen in den örtlichen Apotheken rund um die 20 Gefängnisse bezogen werden können. Ebenfalls ausgenommen sind die hessischen Gefängniskrankenhäuser.

Für die Ausschreibung hat die HCC exemplarisch eine Liste von 722 Arzneimitteln beigefügt. In diese Liste müssen die Apotheker entsprechend der dort angegebenen Liefermengen ihre Gebote eintragen. Zudem will die HCC von den Apothekern den Umsatz der letzten drei Geschäftsjahre wissen und erfahren, wie viele Vollzeit- und Teilzeitapotheker sowie PTA in der Offizin arbeiten. 

Lothar Klein / 22.09.2011, 14:43 Uhr

Kommentare:

Thomas sagt:
17.10.2011 17:45

Werden dann im Gegenzug auch die europäischen Apotheken, die sich an der Belieferung beteiligen, in die Finanzierung der hessischen Gefängnisse mit einbezogen?

HURRA! sagt:
23.09.2011 11:44

wenn die Betapharm-Fälle jetzt schon bei der Staatsanwaltschaft sind, sitzen wir ja bald alle "inside" und wer soll dann noch Arzneimittel liefern?? ;-)

Bernhard sagt:
23.09.2011 09:15

die Apotheke, die da mitmacht ,muss wirklich bescheuerd sein,

ich bin aber sicher, dass sich jemand findet der sich noch bei diese demütigenden Auschreibung besonders schlau vorkommt

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