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Wirtschaft

Der Abwärtstrend setzt sich fort: Auch im Juli sank der Umsatz des Apothekenmarktes. (Foto: ABDA)
Arzneimittel-Markt im Juli 2011
Einbruch des Apotheken-Umsatzes setzt sich fort
Berlin - Der Umsatz des Apothekenmarktes setzte im Juli 2011 im zweiten Monat hintereinander seine Talfahrt ungebremst fort. Nach einem vorübergehenden Anstieg im Mai verstärkte sich dieser Trend im Juni und Juli. Nach einem Umsatzrückgang um 8,8 Prozent im Juni sank der Umsatz im Juli nochmals um 5,5 Prozent. Von Januar bis Ende Juli sank der Umsatz des Apothekenmarktes damit um 3,2 Prozent. Das geht aus aktuellen Zahlen von IMS Health hervor.
Danach betrug der Umsatz im Juli auf Basis ApU 2,1 Milliarden Euro. Die Zahl der abgegebenen Packungen belief sich auf 117 Millionen Stück. „Neben der Tatsache, dass im Juli schon in der Mehrheit der Bundesländer die Sommerferien bestanden oder zumindest begannen, ist im aktuellen Monat ein Arbeitstag weniger zu berücksichtigen. Bereinigt um den statistischen Effekt ist die Marktentwicklung jedoch ebenfalls leicht rückläufig“, schreibt IMS Health.
In den ersten sieben Monaten betrug der Gesamtumsatz laut IMS Health 14,6 Milliarden Euro (minus 3,2 Prozent) bei einem Absatz von 849 Millionen Packungen (minus 0,2 Prozent).
Der Umsatz rezeptpflichtiger Arzneimittel (zu ApU) ging im Juni um 6,3 Prozent zurück, der Absatz schrumpfte um 1,6 Prozent. Diese Entwicklung ist ebenfalls vor dem Hintergrund des Urlaubsmonats Juli und einem Arbeitstag weniger als im Vergleich mit dem Juli 2010 zu sehen. Von Januar bis Juli betrug der Rx-Umsatz insgesamt 12,2 Milliarden Euro (minus 3,9 Prozent). Abgegeben wurden in den Apotheken 407 Millionen Packungen (plus 0,2 Prozent).
Der Umsatz rezeptfreier Arzneimittel ging im Juli nur leicht um 0,9 Prozent (Juni: minus 5,8 Prozent) zurück. Der Absatz sank um 2,6 Prozent. Auch hier kommt der Einfluss von Urlaub und einem Arbeitstag weniger zum Tragen. In den ersten sieben Monaten stieg der OTC-Umsatz damit leicht um 0,4 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro bei einem Absatz von 442 Millionen Packungen (minus 0,6 Prozent).
Die GKV-Ausgaben für Arzneimittel einschließlich Impfstoffen und Testdiagnostika gingen im Juli um 6,0 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro (AVP, abzüglich der von Herstellern und Apotheken geleisteten Zwangsrabatte) zurück. Der Absatz nach Packungen reduzierte sich um 1,5 Prozent.
Der gesamte GKV-Umsatz betrug von Januar bis Ende Juli 17,3 Milliarden Euro (minus 3,9 Prozent) bei 396 Millionen (plus 0,4 Prozent) abgegebenen Packungen.
Lothar Klein / 08.09.2011, 09:46 Uhr
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max sagt:
10.09.2011 10:12Wen wundert's, wenn der Ertrag an die Packungsstückzahl gekoppelt ist und der Babyboom ausbleibt!
dietmar Frensemeyer sagt:
08.09.2011 13:42Sieht auch im August nicht besser aus.
Wenn die GKV mit den Ärzten ein PLUS ??
von 0,2 % vereinbart, ist das doch nur konsequent.
Am Jahresende wird uns das BMG wieder verkünden, die Ausgaben liefen aus dem Ruder.