Sie sind hier: Tagesnews-Wirtschaft > News
Wirtschaft

Medikamentenpackungen sollen mit Codes und individuellen Seriennummern ausgestattet werden, die vom Apotheker per Scanner gelesen werden. (Foto: © Kuruan - .com)
Neues Pilotprojekt
Apotheker wollen Arzneifälschungen verhindern
Berlin - Nach Fällen von gefälschten Medikamenten etwa gegen Aids wollen Apotheken und Pharmahersteller Sicherheitslücken beim Vertrieb in einem Großprojekt schließen. Bei „“ sollen die Medikamentenpackungen dafür mit Codes und individuellen Seriennummern ausgestattet werden, die vom Apotheker per Scanner gelesen werden, berichteten die führenden Branchenverbände am 1. September in Berlin.
Nach einer Entwicklungsphase soll es 2013 ein Pilotprojekt für das neue System geben. Flächendeckend eingeführt werden soll es dann bis 2016.
Immer wieder sorgen Fälle für Schlagzeilen wie im Februar für Südafrika bestimmte Aids-Medikamente. Sie sollen in veränderter Verpackung zurückimportiert und in Deutschland verkauft worden sein. Gegen solche Fälschungen soll das neue System wirken. Derzeit ermittelten die Behörden vier Fällen von Fälschungen innerhalb der legalen Vertriebskette.
Gegen den Großteil der Fälschungen helfen Scanner in Apotheken hingegen nichts. Hierbei verkaufen Internethändler gefälschte Mittel. Oder Mittel werden bei Reisen im Gepäck mitgenommen. Laut EU-Zollstatistik 2010 wurden an den EU-Außengrenzen rund 3,2 Millionen gefälschte Arzneimittel aufgegriffen, so die Verbände. Die Dunkelziffer liege höher.
dpa / 01.09.2011, 12:10 Uhr
Sie können die News auch als RSS-Feed abonnieren:
Hier finden Sie weitere Informationen zum RSS-Feed der DAZ.online.




Christian Redmann sagt:
05.09.2011 13:30Liebe Kollegen, seh ich das richtig: wir sollen uns zu irgendeinem nicht näher definierten Datum einen speziellen Scanner kaufen, der uns die Echtheit der Ware per Verbindung zum Hersteller übers Inet bestätigt?
... das finde ich nämlich dann etwas kurios. Ich Unschuldslamm glaubte ja bislang, dass das, was ich mir vom GH kommen lassen und das von den Fahrern des GH gebracht wird auch tatsächlich Originale sind...
Wäre es nicht zweckmäßiger die Echtheit des AM durch den GH bei dessen Belieferung durch den Hersteller kontrollieren zu lassen (und dann nochmal beim Zusammenstellen der Touren?)...