Sie sind hier: Tagesnews-Wirtschaft > News
Wirtschaft

Michael Ewers, : Wir haben die Vergabebedingungen für unseren Rabattvertrag erfüllt. (Foto: Betapharm)
Betapharm-Chef im AZ-Interview
„Es geht hier um Vertrauen“
Augsburg - Betapharm-Chef Michael Ewers geht – im Gegensatz zur AOK – nicht davon aus, dass man der Mehrheit der Apothekerinnen und Apotheker Vorwürfe machen kann. Im AZ-Interview stellt er allerdings heraus, dass es hier auch auf Apothekerseite um Verlässlichkeit und genaues Arbeiten im System geht.
„Es geht hier nicht um richtig oder falsch. Es geht vielmehr um einen sensiblen Punkt im System, nämlich um Vertrauen, um Verlässlichkeit und – akkurates Arbeiten muss sichergestellt sein“, so Ewers im Gespräch mit der AZ, die am Montag, 29. August erscheint. Er versucht dafür zu sensibilisieren, dass Dokumentationen des Apothekers auf dem Rezept große wirtschaftliche Folgereaktionen für die Hersteller auslösen wie Zahlungen des Herstellerrabatts und Zahlungen des Rabatts aus dem Rabattvertrag.
Vorwürfe seitens der Apotheker, warum Betapharm einen Rabattvertrag für ein noch nicht verfügbares Präparat abschließt, könne er allerdings nicht gelten lassen. Denn: „Wir haben die Vergabebedingungen für unseren Rabattvertrag erfüllt, auch für Metoprolol-Succinat. Es reicht aus, eine Zulassung zu haben, aber das Produkt muss noch nicht unbedingt im Markt sein. Dies hat die Konsequenz, dass wir als Hersteller einen bestimmten Zeitraum gesetzt bekommen, bis wann das Präparat im Markt sein muss“, so Ewers. So sehe der Rabattvertrag mit der AOK explizit vor, dass erst vier Monate nach Zuschlagserteilung die Lieferfähigkeit gewährleistet sein muss.
Lesen Sie das vollständige Interview in der aktuellen AZ, die am kommenden Montag erscheint (Nr. 35 vom 29. August).
Peter Ditzel / 26.08.2011, 12:50 Uhr
Sie können die News auch als RSS-Feed abonnieren:
Hier finden Sie weitere Informationen zum RSS-Feed der DAZ.online.




mediator fragt: sagt:
27.08.2011 13:38-die Fa. betapharm :
wie stehts mit der Transparenz?
Dient der Inhalt der Vereinbarungen zwischen Pharmaindustrie und Krankenkassen nicht in besonderer Weise der Vertrauensbildung, sofern der Apothekerverband darüber Kenntnis erlangt?
-die AOK:
kann verlässliche Versorgung der Patienten, beispielsweise mit Metoprolol-succinat, durch zwei Alternativ-Präparate anderer Vertragsfirmen nicht besser garantiert werden?
-Dient die spannungsfreie und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Apothekerschaft und AOK nicht auch der Imagepflege der Krankenkasse?
-Betapharm und AOK:
Betreffen die angesprochenen Begriffe, wie Vertrauen, akkurates Arbeiten und sichere Versorgung nicht ebenso die Ebenen der Pharmaindustrie und der Krankenkassen, mehr...
miwin sagt:
26.08.2011 18:29"erst vier Monate nach Zuschlagserteilung die Lieferfähigkeit gewährleistet sein muss"
Interessant, denn das bedeutet mit anderen Worten:
- die wiederholten Äußerungen der AOK, das alle Mittel lieferbar seien, sind bewußt falsch abgegeben worden
- betapharm erhält seine Zuteilung aus Indien wohl erst im Oktober, somit darf die AOK im September ohne Friedenspflicht verstärkt die ungenau arbeitenden Apotheker retaxieren
Übrigens Herr Ewers, unter Vertrauen und Verlässlichkeit reihe ich die Bekanntgabe der fehlenden Lieferfähigkeit ein - Sie offensichtlich nicht !
Hermann Eiken sagt:
26.08.2011 17:36.... und der AOK Oberguru Herrmann hat doch gross getönt: wir suchen unsere Partner auch nach Lieferfähigkeit aus!!.... Er sollte lieber Partner der Apotheken sein, und die nicht vors Schienbein treten.
Lach sagt:
26.08.2011 13:01soso. da will einer noch schnell seine otc-regale retten. lieferfähigkeit (und darüber zu informieren) ist natürlich immer die holschuld des apothekers. er wird ja dafür schließlich exorbitant entlohnt.