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Wirtschaft

Auch Sanacorp rutscht in die roten Zahlen. (Foto: Sanacorp)
Halbjahresbilanz Sanacorp
Sanacorp rutscht im 2. Quartal in die roten Zahlen
München - Die Sparpolitik der Bundesregierung im Arzneimittelbereich hat auch die Sanacorp Pharmahandel GmbH im ersten Halbjahr 2011 kräftig gebeutelt: Im zweiten Quartal rutschte der Großhändler mit knapp 1,5 Millionen Euro in die roten Zahlen. Für das erste Halbjahr weist Sanacorp Deutschland daher nur noch einen Gewinn von 1,05 Millionen Euro aus.
„Während die Belastungen aus der gestiegenen Wettbewerbsintensität in Frankreich und Belgien durch Umsatzanstiege nahezu vollständig ausgeglichen werden konnten, führte das in Deutschland zum Jahresbeginn in Kraft getretene Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) zu einer deutlichen Eintrübung der Ertragssituation bei der auf diesem Markt tätigen Sanacorp Pharmahandel GmbH“, heißt es im aktuellen Halbjahresbericht 2011 der Sanacorp Pharmaholding AG.
Insbesondere im zweiten Quartal 2011 hätten die Belastungen ein Niveau erreicht, das durch „innerbetriebliche Einspar- und Optimierungsmaßnahmen nicht mehr kompensiert werden konnte“. Trotz der massiven Belastungen auf dem deutschen Markt gehe der Vorstand der Sanacorp Pharmaholding AG davon aus, dass die operativen Gesellschaften in der Lage seien, auch für das Geschäftsjahr 2011 Ausschüttungen auf Vorjahresniveau (knapp 10 Millionen Euro) an den Mutterkonzern Sanastera S.p.A. zu tätigen. Der Grund: Der Großhandel in Frankreich und Belgien ist trotz ebenfalls härterer Rahmenbedingungen in der Lage die Ertragssituation zu stabilisieren.
Im Laufe des zweiten Quartals habe sich die Ertragslage der Sanacorp Pharmahandel in Deutschland weiter eingetrübt. Mit 1,82 Milliarden Euro lag der Umsatz in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um knapp 40 Millionen Euro niedriger als im Vorjahr. Aufgrund der harten Wettbewerbslage sei eine Weitergabe der AMNOG-Belastungen an die Apothekenkunden nicht möglich gewesen. Teilweise sei der Großhändler gezwungen, „betriebswirtschaftlich kaum zu rechtfertigende Rabatte“ zu gewähren. Somit sank der Überschuss im ersten Halbjahr von 8,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf nur noch 371.000 Euro.
Die Rohertragsmarge im ersten Halbjahr habe sich von 5,6 auf 5,51 Prozent verringert. Darüber hinaus seien die sonstigen Erträge aufgrund geringerer Einnahmen aus dem den Apotheken berechneten Leistungsbeitrag ebenfalls gesunken. „Insgesamt betrachtet konnten die Ertragseinbußen im Kerngeschäft im zweiten Quartal 2011 durch innerbetriebliche Einsparungen nicht mehr kompensiert werden“, heißt es im Halbjahresbericht.
Lothar Klein / 12.08.2011, 11:36 Uhr
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T. Diekmann sagt:
19.08.2011 11:04Sehr geehrter Herr Kreiner,
wo soll der Großhandel denn noch Einsparen? Am Personal, am Transport? Diese Kostenpositionen sind bereits "ausgelutscht"! Weitere Einsparungen führen irgendwann zwangsläufig zur Verschlechterung der Leistung und der Qualität.
F.Keiner sagt:
18.08.2011 12:38Wenn ich diese Veröffentlichung richtig verstehe ist als der Rohertrag von 104,16Mio Euro (5,6% aus 1,86Mrd Vorjahr) auf 100,28Mio Euro (5,51% aus 1,82Mrd) gesunken, d.h. der Rohertrag hat sich um 3,88Mio Euro verringert.
Wieso sinkt dann der Gewinn von 8,5Mio auf 371Tsd Euro ???
"Aufgrund der harten Wettbewerbslage sei eine Weitergabe der AMNOG-Belastungen an die Apothekenkunden nicht möglich gewesen". Diesen Satz zu kommentieren und dabei sachlich zu bleiben fällt schon schwer, daher nur soviel: Es heißt Sparbeitrag des Großhandels weil ihn der Großhandel erbringen soll und nicht seine Kunden die Apotheken die einen eigenen Sparbeitrag in gleicher Höhe bereits erbringt. Es ist ja schließlich aus gutem Grund auch nicht möglich und vorgesehen den Sparbeitrag der Apotheke auf mehr...