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ABDA: Apotheken kosten weniger als Mehrwertsteuer für Arzneimittel. (Foto: ABDA)

ABDA: Apotheken kosten weniger als Mehrwertsteuer für Arzneimittel. (Foto: ABDA)

ABDA-Statistik

Apotheken kosten Kassen weniger als Mehrwertsteuer

Berlin - Die Krankenkassen geben für die Apotheken in Deutschland weniger Geld aus, als sie Mehrwertsteuer zahlen müssen: Tatsächlich wendet die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nur 2,5 Prozent ihrer Gesamtausgaben für die Leistungen aller Apotheken auf. Das sind 4,46 Milliarden Euro und damit weniger als die 4,57 Milliarden Euro, die die Kassen als Mehrwertsteuer auf Arzneimittel an den Finanzminister zahlen. Darauf macht der Deutsche Apothekerverband (DAV) aufmerksam. Auf Arzneimittel müssen die Kassen den normalen Mehrwertsteuersatz in Höhe von 19 Prozent zahlen.

„Apotheken gehören zu den kleinsten Ausgabenposten der Krankenkassen, leisten aber einen erheblichen Beitrag zur Gesundheit der Menschen in Deutschland“, so DAV-Vorsitzender Fritz Becker. Im gesamten Bundesgebiet werden von 2,5 Prozent der GKV-Ausgaben alle 21.441 Apotheken mit ihren 147.827 Beschäftigten - vor allem approbierte Apotheker und Pharmazeutisch-Technische Angestellte (PTA) - honoriert. Zu den größten GKV-Ausgaben zählen derweil Krankenhäuser, Ärzte und Arzneimittel.

Lothar Klein / 05.08.2011, 11:43 Uhr

Kommentare:

kilian sagt:
08.08.2011 10:20

Bitte lesen Sie dazu auch den Kommentar in der Ärzte Zeitung =>

http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/arzneimittelpolitik/default.aspx?sid=664998

Dreiste Milchmädchenrechnung?
Der Deutsche Apothekerverband (DAV) mit seinem Vorsitzenden Fritz Becker berichtete, dass Apotheken nur 2,5 Prozent des GKV-Gesamtvolumens von derzeit ca. 180 Milliarden Euro jährlich in Anspruch nehmen. Diese Summe von 4,46 Mrd. € läge unterhalb der Mehrwertsteuerzahlungen der GKV-Kassen von 4,57 Mrd. € für die verordneten Medikamente.

Das gilt jedoch n u r für die B e t r i e b s k o s t e n der Apotheken. Und bei 21.441 Apotheken bedeuten das ca. 210.000 Euro Betriebskosten pro Jahr pro Apotheke. Betriebskostenanteile für Privatmedikation, OTC-Medikamente und mehr...

Dr. Peter Post sagt:
07.08.2011 00:37

Bekanntlich erhalten die Kassen für den Beitragseinzug bei den Arbeitgebern ein Vielfaches der Apothekenhonorierung. Natürlich ist nach Kassenmeinung das Arzneimittelmanagement nix wert, aber wir ziehen ja auch Kassenbeiträge, und zwar packungsbezogen ein: Dafür ist ein deutlich höherer Anteil an den GKV-Kosten angemessen, nachvollziehbar und unausweichlich! Oder sollten die Kassenverwaltungskosten zu hoch sein?

Apomaus sagt:
06.08.2011 20:20

und wir Angestellten müssen einen Grossteil der Misere auffangen- mehr Stress,weniger Stunden, weniger Moneten,
die öffentliche Apo wird ausgehungert...
ich sehe meinen Wert als Approbierte bei den Kunden,aber nicht beim Gehalt.
Wer will denn diesen Job so noch machen???

PillePalle sagt:
06.08.2011 13:52

drum gibts ja auch noch keine Apothekenketten. Die wüssten, was ihre Arbeit wert ist.

miwin sagt:
05.08.2011 20:24

Nun es gibt einen Weg endlich wieder eine angemessene Entlohung ohne Selbstausbeutung und Burn out zu erhalten: STREIK !!

Auch wenn jetzt wieder einige sagen: geht bei uns nicht, machen nicht alle mit, wir können das nicht.

Ich sage nur: wer kämpft, kann verlieren.

Wer nicht kämpft, hat schon verloren !!!

Hermann Eiken sagt:
05.08.2011 13:14

Wenn dann einfach mit einem unüberlegten Gesetz mir nichts dir nichts 10% wegenommen werden, treibt das viele Apotheken in den Ruin. Denn die Apotheken waren keinesfalls überalimentiert. Das hat die Schiedskommission uns für 2009 und 10 doch bestätigt. --Auch wenn die KK das anders sehen.-- Aber die Krankenkassenleute haben leider keinen Schimmer!! An die Staatseinnahmen wagen sie sich natürlich nicht heran!!--Und die Politiker waschen ihre Hände in Unschuld!! Schlimm,-- mit den kleinen Mittelstandsapotheken und ihren Angestellten kann man`s ja machen!! Da sieht man, wieviel unsere pharmazeutische Arbeit dem System wert ist.Der einfache Kunde und Patient sieht das anders. -Pfui!-- Wenn ein Konzern Probleme hätte, dann wäre die Politik sofort zur Stelle!
Hermann Eiken

Stuchtey sagt:
05.08.2011 12:55

Warum werden nicht die Verwaltungskosten der Krankenkassen thematisiert?

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