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Wirtschaft

Sparpolitik der Bundesregierung zeigt ihre Wirkung in den Apothekenbilanzen. (Foto: ABDA)
Apothekenmarkt im 1. Halbjahr
Sparmaßnahmen bremsen Wachstum
Berlin - Die Sparmaßnahmen der Bundesregierung im Arzneimittelbereich hinterlassen in den Apothekenbilanzen im 1. Halbjahr 2011 kräftige Bremsspuren: Bei zum Teil dynamischen Veränderungen in einzelnen Marktsegmenten hat sich das Wachstum auf dem Apothekenmarkt im ersten Halbjahr 2011 gegenüber dem Vorjahreshalbjahr deutlich abgeschwächt.
Nach einem Umsatzplus von 5,2 Prozent in den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 gab es im ersten Halbjahr 2011 nach aktuellen Zahlen von Insight Health nur ein Wachstum von 1,9 Prozent.
Danach liegt der Umsatz bewertet nach ApU für die ersten sechs Monate des Jahres bei 12,8 Milliarden Euro. Die Menge stieg im selben Zeitraum um 2,9 Prozent auf 807 Millionen Packungen an. Im Vorjahreszeitraum hatte es hier einen Rückgang um 4,4 Prozent gegeben.
Eine deutliche Mengen- und Umsatzausweitung erfuhren laut Insight Health witterungsbedingt der Erkältungs- und der Allergiemarkt. An Erkältungsmitteln wurden 15 Prozent mehr umgesetzt, sowohl in der Menge (142 Millionen Einheiten) als auch im Umsatz (507 Millionen Euro). Die Allergiker litten besonders stark unter der trockenen und frühzeitig warmen Witterung. Der Allergiemarkt konnte davon profitieren. So lagen die Erlöse und Absätze um rund zehn Prozent über dem Vorjahreshalbjahr. Von Februar bis Mai wurden jeweils die höchsten Monatsumsätze der letzten Jahre erzielt.
An Marktvolumen erheblich verloren haben bei den umsatzstärksten Indikationsgruppen mit Halbjahreserlösen oberhalb von 100 Millionen Euro die Ulkustherapeutika (A02B) mit minus 26 Prozent, die Thrombozytenaggregationshemmer (B01C) mit minus 23 Prozent und die Lipidsenker (C10A) mit minus 12 Prozent. Grund dafür ist laut Insight Health die zum Teil deutliche Ausweitung der Generika-Absatzmengen, verbunden mit erheblich niedrigeren Stückpreisen.
Bei der Betrachtung der Marktsegmente ließ sich folgender Trend erkennen: So erhöhte sich der Marktanteil beim Umsatz der verschreibungspflichtigen Produkte von 2006 bis 2010 kontinuierlich von 80,0 auf 82,5 Prozent (bezogen jeweils auf das 1. Halbjahr). Im ersten Halbjahr 2011 wurde dieser Trend zumindest vorübergehend gebremst, der Marktanteil liegt aktuell bei 82,0 Prozent.
Genau gegenläufig verhält sich der Marktanteil der apothekenpflichtigen Produkte: Diese erfuhren erstmals seit Jahren wieder einen leichten Anstieg auf nun 11,5 Prozent (2010: 11,3 Prozent), nicht zuletzt aufgrund der starken Allergie-/Erkältungssaison.
Lothar Klein / 02.08.2011, 11:05 Uhr
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Elisabeth Jedamzik sagt:
03.08.2011 09:04@ H. Eiken:
sehe ich ganz genau so. Wenn diese unsäglichen Rabattverträge bleiben, dann wenigstens prozentuale Einsparbeteiligung.
Es geht nicht an, dass wir den Mehraufwand, die Kassen aber die kohle machen. 0 % Kassenrabatt plus Beteiligung an den eingesparten Milliarden.
Aber Realität : vertragsbrüchiges Hickhack um Abschlag 09/10.
Aber Ziel ist ja : 1/3 Apotheken weg !
Schafft man mit mehr Bürokratie/ Verordnungen / Verträge / Schachtelnormen auf der einen Seite und mit ertragsvernichtenden Rabattkürzungn -und Weiterreichungen auf der anderen Seite.
Hermann Eiken sagt:
02.08.2011 12:52Viel wichtiger als die Umsatzbetrachtung ist die Veränderung des Betriebsergebnisses. Wenn das um 20-25 % niedriger ausfällt als im vorigen Jahr- und so wird es sein,- lohnen sich viele Apotheken nicht mehr. Es ist kein Geld für notwendige Investitionen,für eigentlich notwendiges Personal mehr vorhanden.--Folge: Die Apotheken verkommen und werden immer weniger leistungsfähig.Die unsägliche Bürokratie für die kranken Kassen wächst. Unsere eigentlich notwendige pharmazeutisch- medizinisch- therapeutisch unterstützende Arbeit am Patienten leidet. Die Bagatellisierung des Arzneimittels schreitet voran, weil jeder sein Heil im egoistischen Umsatz sucht.--- Will das die Politik oder kann sie es gesundheitspolitisch überhaupt verantworten?---
Den immer stärker gebeutelten mehr...