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Wirtschaft

DAZ.TV vom DAV-Wirtschaftsforum

Diener: Apothekengewinn schrumpft dramatisch

Potsdam - Als Konsequenz aus dem Urteil des Berliner Sozialgerichts zum Apothekenabschlag 2009 rät Dr. Frank Diener von der Treuhand Hannover GmbH den Apothekeninhabern nicht nur zur Bildung steuerlicher Rückstellungen. „Rückstellungen plus Aufbau der ausreichenden Liquidität ist das Gebot der Stunde“, sagte Diener gegenüber DAZ.TV. Je nach Ausgang des Rechtsstreits müssten die Apotheken in der Lage sein, in einigen Jahren anfallende Zahlungen zu leisten.

Als Folge des AMNOG erwartet Diener zudem für das Jahr 2011 eine „dramatisch“ verschlechterte betriebswirtschaftliche Lage der Apotheken. Ausgehend vom 1. Quartal 2011 lasse sich für das Gesamtjahr 2011 auf eine „schwarze Null“ bei der Umsatzentwicklung schließen, sagte Diener beim 48. DAV-Wirtschaftsforum in Potsdam. Wesentlich negativer werden sich aber Rohertrag und Betriebsergebnis entwickeln.

„Die betriebswirtschaftliche Lage vieler Apotheken ist problematisch“, sagte Diener. Der Rohgewinn werde sich „massiv verschlechtern“ und für eine durchschnittliche Apotheke von 336.000 Euro auf 318.000 Euro im laufenden Jahr um fünf Prozent schrumpfen. Das Betriebsergebnis vor Steuern werde sogar um 27,5 Prozent von 5,8 Prozent auf 4,2 Prozent abnehmen. Für eine durchschnittliche Apotheke bedeute dies einen „dramatischen Rückgang“ von 75.000 Euro auf nur noch 54.600 Euro. Nach Steuern und Abgaben verblieben für den Apothekeninhaber nur noch 25.600 Euro zum Leben nach 39.100 Euro, rechnete Diener vor: „Das ist ein historischer Rückgang um 35 Prozent“ - und weniger als ein angestellter Pharmazeut verdiene.

 

DAZ-TV-Interview mit Dr. Frank Diener, Treuhand Hannover GmbH

Lothar Klein / 05.05.2011, 17:44 Uhr

Kommentare:

12  nächste 
Winfried Meyer sagt:
09.05.2011 10:19

"“Wir wollen wissen, wer bezahlt!”
- Aktion gegen Verschleierung von Politiker-Nebeneinkünften -
9. Mai 2011
Wir starten heute eine Protestaktion gegen die drohende Verschleierung von Nebentätigkeiten von Politikern. Gemeinsam mit Transparency International, Campact und Mehr Demokratie wollen wir verhindern, dass in Zukunft die Abgeordneten einzelne Nebenverdienste unter 10.000 Euro nicht mehr offen legen müssen. Bereits am kommenden Donnerstag (12. Mai!) berät darüber der Geschäftsordnungsausschuss des Bundestages. Bitte beteiligen Sie sich an unserer Eil-Aktion und informieren Sie Freund/innen und Bekannte!"
Hintergründe :

www.lobbycontrol.de/wer-bezahlt/

SOOooo und/oder ähnlich in Methodik sollte die mehr...

Gilbert Laßotta sagt:
08.05.2011 18:26

25.600 Euro Netto im Jahr bedeutet 2133 Euro Netto im Monat. Bei 4 Personen reicht das gerade so. Manche verdienen mehr, manche verdienen weniger. Die die weniger verdienen, ich gehe mal von einem Drittel aus, müssen wohl meist ergänzend Harz IV beantragen. Ist das so, oder stimmt was nicht?

Winfried Meyer sagt:
07.05.2011 10:05

zu
"Aber die Apothekerschaft war damals so satt"

... leider ist sie das auch HEUTE noch. Sie (nur DAV-Lemminge ?) bringen ihren (kammerstimmrechtlichen) *** nicht hoch aus der Vereinsmeierei, weder kommerziell noch politisch, die (Vereinsmeierei) z.B. durch Ex-ABDA-Bedienstete in jetzt "betriebswirtschaftlichen" exponierten Sprachrohrfunktionen unzulängliche Signale gegenüber den Politentscheidern sendet.

wen wundert`s ? denn :
www.apothekenforum.com/htm/abdaorg.html

Die "große" Politik hingegen weiß längst zu unterscheiden zwischen arithmetischem und gewichtetem "Durchschnitts"-Status "des" apothekerlichen UNTERNEHMERS e.K.

Deshalb stimmt ja die mehr...

dietmar frensemeyer sagt:
06.05.2011 14:19

A wie Apotheker oder
A wie Alzheimer ?
Sorry,
aber jeder Apotheker sollte sich erinnern an das, was der DAV 2002 (!!!) errechnet hatte.
www.stadt-apotheke.de/2002dav.pdf
da steht auch was von Dynamisierung !!

Aber die Apothekerschaft war damals so satt, offensichtlich hat keiner
dafür gekämpft.

Peter K. sagt:
06.05.2011 12:40

Solidarität unter Apotheken?
Das ist wohl ein schlechter Witz.
Wo kommt denn der Spruch her:
"Der größte Feind des Apothekers ist der Apotheker!"
Schauen Sie sich doch die unsägliche Preispolitik der Kollegen an: Paracetamol für 0,65 Cent oder schlimmer noch die easy und Docmorris-Apotheker. Wenn ich bereit bin das rote "A" gegen grüne Kreuze auszutauschen geht es nicht mehr um Solidarität und Gesundheit, da geht es nur noch darum Kohle zu verdienen. Einigkeit sieht da wirklich anders aus.

Gunnar Müller sagt:
06.05.2011 11:52

@ Peter "K."

Noch sitzen wir doch alle im selben Boot, oder?
Und auch wenn es nicht allen derart drastisch schlecht geht: Die Abwärtskurve betrifft uns doch alle!

Wir sollten deshalb zum SYSTEM der wohnortnahen Präsenz-Apotheke stehen !

Und dazu gehören ALLE - nicht nur die starken !

Deshalb: Danke für die (tw. sinnvollen) Tips. Aber: Echte Solidarität sieht anders aus.

ALSO STANDHAFT BLEIBEN BEIM EINFORDERN EINES ANGEMESSENEN ENTGELTS FÜR UNSERE LEISTUNG!

p.b. sagt:
06.05.2011 11:04

Ich bin froh wenn ich die laufenden Kosten noch decken kann.Wie bitte soll ich Rückstellungen noch bewerkstelligen,wenn ich es nicht schon getan habe????
Warum treten wir nicht in Streik????

Tina sagt:
06.05.2011 10:19

Warum, liebe Kollegen, wundert ihr euch denn, wer wie unsere Standesvertreter der Meinung ist, still halten und Zugeständnisse machen reicht aus, wer sich nicht zu seinem Beruf als freier Heilberufler bekennen will und sich nur als verdammter e.K und Erbsenzähler sieht muß sich nicht wundern.
Es genügt ja nicht, daß wir eine excellente Ausbildung haben , nein , es reicht auch nicht , daß man uns ausprsst wie eine Zitrone, nein: die Kammern und wollen auch noch ein Zwangs-QMS, natürlich kostenpflichtig.
Wieso eigentlich soll ich bei den horrenten Kammerbeiträgen und der Zwangsmitgliedschaft in der IHK auch noch dafür bezahlen??? Wer läßt sich diesen Unsinn einfallen. Seit der Änderung der AmPVO hat sich unsere Spanne nicht erhöht , sondern nur gesenkt, kein Mensch rechnet die Inflationsrate mehr...

Gunter Ullmann sagt:
06.05.2011 09:16

toll, dass sich jemand freut, wenn es den Kollegen schlecht geht. Ich bin aber der Überzeugung, dass der "wirtschaftlich gesunde" nur später in die Insolvenz geht.
Und wenn man die endlosen Botengänge minimiert, die in vielen Fällen nur ein Ausnutzen und Faulheit der Kunden sind, langt vielleicht auch ein Fahrrad. Weitere Kosten gespart.

Peter K. sagt:
06.05.2011 08:22

Statt weiterhin rumzujammern wäre es für viele Kollegen besser ihr Kostenmanagement zu verbessern.
1. Treuhand oder ähnlich exorbitant teure Steuerbüros durch kleine ortsansässige Steuerberater austauschen,
2. überteuerte EDV-Anbieter rausschmeißen,
3. private Ausgaben kontrollieren, Urlaub im Land, Dacia statt Mercedes,
4. vernünftige Rabatte bei Großhändlern und Herstellern aushandeln und vor allem die regelmäßig kontrollieren!
5. Pseudopartnerschaften aufkündigen, wie Vivesco, Meine Apotheke etc. Die verursachen nur Kosten und bringen nichts ein.
6. Personal pflegen und hegen, die bringen schließlich die Kohle rein.
Es ist noch reichlich Luft im System, arbeiten Sie dran.
Notfalls Apotheke schließen und in die Insolvenz gehen. Das mehr...

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